Kann KI Babys retten? Projekt für Frühchen gibt Hoffnung

Von Lea Sophie Gräf

München/Nürnberg - Am Klinikum in Nürnberg soll ein Modellprojekt mit KI die Chancen von Frühchen verbessern.

In einem Modellprojekt überwacht eine KI Frühchen und schlägt Alarm, wenn etwas nicht stimmt. (Symbolbild)
In einem Modellprojekt überwacht eine KI Frühchen und schlägt Alarm, wenn etwas nicht stimmt. (Symbolbild)  © Bernd Thissen/dpa

Das Projekt soll dazu beitragen, die Sicherheit für extrem früh geborene Babys durch eine automatisierte Überwachung mittels Künstlicher Intelligenz zu verbessern, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte.

Das laut Ministerium in Deutschland bislang einmalige Projekt wird vom Freistaat mit 150.000 Euro gefördert. Nach zwei Jahren soll entschieden werden, ob die Technik bayernweit zum Einsatz kommt.

Grundsätzlich komme die KI bei dem Modellprojekt in drei Bereichen zum Einsatz. Sie soll zur Patientensicherheit beitragen, indem die KI eine automatisierte Überwachung leistet. Daneben soll eine KI-optimierte Ernährung zur Förderung des Wachstums und der neurologischen Entwicklung der Frühgeborenen beitragen. Zudem soll die KI zur Steuerung der künstlichen Plazenta eingesetzt werden.

Sturz auf vereister Straße endet tödlich: Dachauer (68) stirbt trotz Rettungsversuch
Bayern Sturz auf vereister Straße endet tödlich: Dachauer (68) stirbt trotz Rettungsversuch

Die Technik soll möglichst kritische Situationen auf der Neugeborenen-Intensivstation früher erkennen, wie Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) sagte. Beispielsweise könne die Video-KI kleinste auffällige Bewegungsmuster erkennen, die Hinweis auf ein Problem bei den Frühchen sein können. KI würde dann automatisch das Personal alarmieren.

Im Nürnberger Klinikum werden etwa 400 Frühgeborene pro Jahr behandelt, davon kommen mehr als 60 Babys mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1500 Gramm zur Welt.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

Mehr zum Thema Bayern: