Lebensgefahr beim Spaziergang: Warnung für Nordbayern
Von Irena Güttel und Friederike Hauer
Nürnberg - Ein Spaziergang im verschneiten Wald mag schön sein - im Norden Bayerns droht dabei aber Gefahr für Leib und Leben.
Bei Waldspaziergängen drohe Lebensgefahr, heißt es von der Stadt Bayreuth. Äste und Baumkronen könnten unter der Schneelast brechen. "Auch ganze Bäume können umstürzen." Die Städte Nürnberg und Würzburg empfehlen deshalb, Wälder und Parks zu meiden.
In der Rathsbergstraße nahe dem Nürnberger Flughafen sorgte die extreme Schneelast am Montagnachmittag bereits für gefährliche Situationen. Mehrere Bäume drohten unter dem Gewicht des Schnees auf die Straße und auf ein Gebäude zu stürzen. Mit einem Kran begab sich die Feuerwehr deshalb in luftige Höhen, um die Baumkronen abzuschütteln.
Auch Dachlawinen können Spaziergänger begraben, so die Feuerwehr. Wegen des Niederschlags und des leichten Tauwetters könnte der schwere Schnee von Hausdächern abrutschen.
Auch in Forchheim rät die Stadtförsterei den Menschen zur Vorsicht im Wald. Die Forststraßen seien nicht geräumt und unter der Schneeschicht könnten dicke Eisplatten liegen, teilte die Stadt mit. Neben abbrechenden Ästen und umstürzenden Bäumen seien diese eine tückische Gefahr.
Passiert ein Unfall, haben Rettungsfahrzeuge derzeit zudem Probleme, überhaupt in den Wald durchzukommen.
Weiter Schnee und Regen in Nordbayern
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) setzt sich ein Tief über der Nordosthälfte Deutschlands fest und lenkt dabei weiterhin feuchtkalte Luft nach Bayern. Nördlich der Donau ist weiter Schnee möglich, im Süden mitunter Regen oder Sprühregen.
Glatteisgefahr bestehe weiterhin. In den Hochlagen des Bayerwaldes könnte es stürmische Böen mit Schneeverwehungen geben.
Titelfoto: Montage: NEWS5 / Sven Grundmann (2)
