Von Elke Richter
München - In Bayern sind 2025 deutlich mehr Menschen ertrunken als im Vorjahr. Vor allem die Entwicklung bei den Jüngsten macht Sorge.
84 Kinder, Jugendliche und Erwachsene starben laut DLRG in den Gewässern und Schwimmbädern des Freistaats - nach 70 Toten im Vorjahr.
Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in München mitteilte, waren die meisten Opfer männlich - und höheren Alters. Allerdings verzeichneten die Retter im vergangenen Jahr auch einen deutlichen Anstieg ertrunkener Kinder und Jugendlicher in Bayern.
Sechs Opfer waren unter zehn Jahren alt, weitere acht unter 20 Jahren - im Vorjahr hatte es in beiden Altersgruppen nur jeweils einen Todesfall im Freistaat gegeben.
Die meisten Toten gab es in Bayern mit 16 Opfern in der Altersgruppe der 71- bis 80-Jährigen. Zählt man alle Betroffenen über 60 Jahren zusammen, so kommt man auf 37.
Die meisten Opfer waren männlich
66 der Ertrunkenen oder mit 79 Prozent knapp vier Fünftel aller Opfer in Bayern waren laut DLRG männlich. Deutlich mehr Menschen als im Vorjahr starben demnach in einem See: Dort kamen 47 Personen zu Tode, nach 24 im Jahr 2024. 25 weitere starben in einem Fluss, nur vier in einem Schwimmbad.
Unfälle im heimischen Umfeld wie der Badewanne werden in der DLRG-Statistik nicht berücksichtigt.
Die meisten Vorfälle verzeichneten die Retter im Freistaat noch deutlich vor den bayerischen Sommerferien im Juni. Der Juli lud vergangenes Jahr nicht allzu sehr zum Baden ein, deshalb gingen da die Zahlen von 22 im Vormonat auf zwölf zurück. Der August brachte dann wieder 19 Tote.