Von Carsten Hoefer
Hausen - Der Main-Donau-Kanal musste in Oberfranken nach einem Schiffsunfall gesperrt werden. Nun konnte der Kanal wieder freigegeben werden.
Vor der Schleuse Hausen im Landkreis Forchheim ist am Donnerstag ein 110 Meter langes Güterschiff havariert, wie die Verkehrspolizeiinspektion Bamberg mitteilte.
Demnach fiel die Ruderanlage aus, der niederländische Kapitän verlor deswegen die Kontrolle über sein Schiff. Dieses stellte sich quer, kollidierte mit Bug und Heck an beiden Ufern und schlug leck.
Laut Polizei drang viel Wasser in den Hauptmaschinenraum, die Feuerwehr Hausen hielt das Schiff jedoch mit Pumpen über Wasser. Eine Spezialfirma dichtete das Leck in der Nacht ab, die Schifffahrt war in dem betroffenen Teil des Kanals bis Freitag eingestellt. Nachdem ein Ölfilm von der Wasseroberfläche abgepumpt war, konnte am Nachmittag der Kanal wieder freigegeben werden.
Erst in der vergangenen Woche war auf dem Main-Donau-Kanal ein Güterschiff bei Fürth leckgeschlagen, dies hatte zu Verzögerungen im Verkehr auf der 1992 eröffneten Wasserstraße geführt.
Der Kanal verknüpft die Flusssysteme von Donau und Rhein und schafft damit eine schiffbare Verbindung vom Schwarzen Meer bis zur Nordsee.
Erstmeldung 10.12 Uhr, Update 20.23 Uhr