Riesiger Eiszapfen fällt auf Jungen und begräbt ihn

Von Sabine Dobel

Flintsbach am Inn - Ein mannsgroßer herabstürzender Eiszapfen hat am Arzmooser Wasserfall in Oberbayern einen sechsjährigen Jungen getroffen und schwer verletzt.

Ein Eiszapfen ist von einem gefrorenen Wasserfall abgebrochen und hat ein Kind getroffen. (Symbolbild)
Ein Eiszapfen ist von einem gefrorenen Wasserfall abgebrochen und hat ein Kind getroffen. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Der kleine Patient sei nach der Bergung und Erstversorgung ins Unfallklinikum Murnau geflogen worden, teilte die Grenzpolizeiinspektion Raubling mit.

Die Familie aus dem Raum Rosenheim war laut Mitteilung am Sonntag auf einem Ausflug zu dem bei Minusgraden zu einem spektakulären Eisgebilde gefrorenen Wasserfall bei der Gemeinde Flintsbach am Inn.

Als sich das Kind in der Nähe des Eisvorhangs befand, brach der riesige Eiszapfen ab - wahrscheinlich aufgrund seines Eigengewichts. Er habe das Kind unmittelbar getroffen und zunächst unter sich begraben, hieß es. Die Eltern konnten den Sechsjährigen befreien und erstversorgen.

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An der folgenden Rettung waren rund 20 Bergwachtmitglieder, vier Notärzte sowie zwei Polizeibergführer beteiligt. Außerdem kam ein Rettungshubschrauber zum Einsatz, in dem eigens ein Kindernotarzt mitflog. Ein Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreute die Eltern.

"Das Kind hatte großes Glück", betonten die Beamten der Grenzpolizeiinspektion Raubling. Die gute und schnelle Erstversorgung habe Schlimmeres verhindert. Sie mahnten in der Umgebung von Wasserfällen zu großer Vorsicht. Bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen sei die Festigkeit gefrorener Eisgebilde schwierig einzuschätzen.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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