"Völlig losgelöst": Fahranfänger rast mit 125 km/h durch 50er-Zone – und überholt Polizei
Von Michael Brandt
Kreuth - Mit 35 km/h zu viel überholte ein 18-jähriger Fahranfänger eine Zivilstreife. Ein Polizeisprecher bezeichnete sein Verhalten am Mittwochabend auf der B307 im Landkreis Miesbach als "völlig losgelöst und von allen Verkehrsvorschriften befreit".
Jetzt soll der Mann, der erst seit vier Monaten seinen Führerschein hatte, Bußgelder in Höhe von rund 3000 Euro zahlen.
Zudem erwartet ihn ein mehrmonatiges Fahrverbot. Laut Polizei wird seine Probezeit verlängert. Seine Fahrtauglichkeit werde überprüft.
Kurz bevor die Polizei den Fahrer anhalten wollte, habe der noch einmal richtig Gas gegeben, teilte der Sprecher mit. In einer Tempo-50-Zone sei der Fahranfänger mit 125 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen, innerorts habe er die Geschwindigkeit um 25 km/h überschritten.
Mit einem hochmotorisierten Audi Q7 habe der Fahrer auf der Bundesstraße zwischen Kreuth und Rottach-Egern ein weiteres Mal beschleunigt, hieß es von der Polizei weiter - und trotz Überholverbot "alles überholt, was sich in den Weg stellte".
Dabei habe er eine Spitzengeschwindigkeit von 136 Kilometern pro Stunde erreicht. Am Ortseingang von Rottach-Egern habe die Polizei die "rasante Fahrt" des 18-Jährigen gefahrlos beendet.
Titelfoto: Jan Woitas/dpa (Symbolfoto)
