Von Andreas Heimann
Berlin - Eines der Berliner Wahrzeichen, die Staatsbibliothek in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platzes, soll ab 2030 für elf Jahre schließen.
In dem Zeitraum soll sie für insgesamt 1,1 Milliarden Euro grundsaniert werden, wie die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Marion Ackermann, ankündigte.
"Es geht darum, eine denkmalgeschützte Architekturikone, die dringenden Sanierungsbedarf hat, fit für die Zukunft zu machen", sagte sie.
Die Generalsanierung des Gebäudes wenige Fußminuten vom Potsdamer Platz entfernt gilt in jeder Hinsicht als Mammutaufgabe. In der zur SPK gehörenden Bibliothek, die zu den größten in Deutschland zählt, sind mehr als 5,4 Millionen Bücher und andere Medien untergebracht. Sie müssen zwischenzeitlich ausgelagert werden.
Das Gebäude gegenüber der Berliner Philharmonie und in Nachbarschaft der Neuen Nationalgalerie verfügt über eine Gesamtfläche von mehr als 110.000 Quadratmetern auf zwölf Etagen, zwei davon unterirdisch. Neben der Staatsbibliothek ist dort auch das Ibero-Amerikanische Institut untergebracht.
Erste Arbeiten haben schon begonnen
Die Staatsbibliothek hat einen zweiten Standort Unter den Linden, bei dem keine Schließung ansteht. Vorbereitende Maßnahmen auf die Grundsanierung an der Potsdamer Straße haben bereits begonnen.
Sie sollen bis 2030 beendet sein. Danach schließt das Haus für elf Jahre, genauso lange war die ursprüngliche Bauzeit.
Das inzwischen weltbekannte Gebäude entstand von 1967 bis 1978 als Teil des Berliner Kulturforums an der damaligen Grenze zwischen West- und Ostberlin.
Die Pläne dafür stammten vom Architekten Hans Scharoun, der zuvor auch die Philharmonie entworfen hatte. Die Staatsbibliothek gilt seit langem als Sanierungsfall.