Aus MILES wird MILF: "Berlin ist nicht der beste Standort für unsere Autos"
Berlin – In vielen Großstädten gehören Carsharing-Autos längst zum Straßenbild. Einer der größten Anbieter ist "Miles". Doch genau diese Fahrzeuge werden immer wieder Ziel von Vandalismus – und ein ganz bestimmter "Spaß" sorgt seit Jahren für Ärger.
Immer wieder kratzen Unbekannte am Schriftzug herum und machen aus dem "E" ein "F". Aus "Miles" wird dann plötzlich "MILFS" (Mother I’d like to f*ck, dt.: "Mutter, mit der ich schlafen möchte"). Für das Unternehmen bedeutet das nicht nur Ärger, sondern auch Kosten.
Im Podcast „Founder Mode“ spricht der Berliner Gründer Oliver Mackprang über das Problem. Bei Miles gibt es einen klaren Standard, wie die Fahrzeuge aussehen sollen. Beschädigungen würden systematisch erfasst und nachverfolgt – in einer Art "MILF-Datenbank", wie der Podcast-Moderator nebenbei witzelt. Das Thema ist längst zum Alltag geworden. Mittlerweile gäbe eine gewissen Routine im Umgang mit den beschädigten Autos, so der Gründer.
Früher habe er darüber noch geschmunzelt. Heute sei es eher nervig.
Der Umgang mit den Autos sei auch vom Standort abhängig. In Berlin gehe es mit den Mietwagen deutlich rabiater zu. "Berlin ist im Umgang mit unseren Fahrzeugen nicht der beste Standort", sagt der Miles-Chef im Podcast.
In anderen Städten werde deutlich sorgfältiger mit den Autos umgegangen. Vor allem Baden-Württemberger und Hanseaten achteten offenbar mehr auf die Pflege der Leihautos.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa
