Hochwasser-Katastrophe im Westen: Ist auch Berlin bedroht?

Berlin - Im Westen Deutschlands sterben nach heftigen Unwettern mehrere Menschen. Meteorologen rechnen in Berlin und Brandenburg zwar auch mit kräftigen Gewittern - ganz so schlimm wie im Westen werde es aber nicht.

Das Hochwasser hinterlässt in Schuld (Kreis Ahrweiler) eine Spur der Verwüstung.
Das Hochwasser hinterlässt in Schuld (Kreis Ahrweiler) eine Spur der Verwüstung.  © Thomas Frey/dpa

Am Freitag und Samstag gebe es nachmittags und abends jedoch das Potenzial für kräftige Gewitter mit Starkregen, sagte ein Meteorologe des DWD in Potsdam am Donnerstag. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es örtlich bei einem "Gewittervolltreffer" auch mal der eine oder andere Keller volllaufe.

Weggespülte Straßenzüge wie in Teilen Westdeutschlands seien aber nicht zu erwarten, sagte der Meteorologe weiter. Am Sonntag sorgt ein Hochdruckgebiet von den britischen Inseln für trockenes Wetter mit Sonne und Wolken.

Das Tief "Bernd" bestimmt mit feuchtwarmen Luftmassen das Wetter in Deutschland. Nach Überflutungen und Dauerregen kamen im Eifel-Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz vier Menschen ums Leben. Im Eifel-Ort Schuld bei Adenau stürzten in der Nacht sechs Häuser ein.

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Mehr als 30 Menschen werden nach Angaben eines Polizeisprechers vermisst. Eine Vielzahl von Häusern sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. Der Katastrophenfall wurde ausgerufen.

Gewitter und Starkregen auch in Berlin möglich

Polizisten verschaffen sich nach den Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz einen Überblick. Mindestens sechs Häuser wurden durch die Fluten zerstört.
Polizisten verschaffen sich nach den Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz einen Überblick. Mindestens sechs Häuser wurden durch die Fluten zerstört.  © Christoph Reichwein/dpa

Auch in Nordrhein-Westfalen bleibt die Lage nach dem Dauerregen im Westen Deutschlands angespannt. Nach dem Abklingen des Starkregens kämpfen Feuerwehr und andere Einsatzkräfte an vielen Orten mit einer sich verschärfenden Hochwasserlage.

Am Donnerstag seien laut DWD in Berlin und Brandenburg lokale Gewitter mit Hagel und Sturmböen möglich. Letztere können eine Geschwindigkeit von bis zu 85 Kilometern pro Stunde erreichen.

Während der Morgen noch trocken startet, seien lokale Gewitter wahrscheinlich, "eng begrenzt mit zum Teil unwetterartigem Starkregen zwischen 15 und 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit", hieß es auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes. Die Höchsttemperaturen liegen bei 25 bis 28 Grad.

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Die Nacht zu Freitag bleibt wolkig. Vereinzelt kann es noch zu Schauern und Gewittern kommen. Die Tiefstwerte in der Nacht liegen bei schwachem Wind zwischen 15 und 18 Grad.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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