Berlinale in der Krise: Tricia Tuttle bleibt vorerst Intendantin!

Berlin - Bei einer Krisensitzung zur Berlinale fiel laut Bundesregierung keine Entscheidung über Intendantin Tricia Tuttle (56).

Berlinale-Chefin Tricia Tuttle (56) steht in der Kritik, sich nicht klar genug vom politischen Geschehen während des Festivals abgegrenzt zu haben.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

"Heute Morgen fand eine Aufsichtsratssitzung der KBB GmbH im Kanzleramt statt. Thema war die Berlinale", gab ein Sprecher von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (61, parteilos) dem RBB bekannt.

Die Gespräche zur Ausrichtung der Berlinale sollen in den nächsten Tagen zwischen Intendantin Tuttle und dem Aufsichtsrat fortgesetzt werden.

Laut BILD habe Tuttle selbst auf einer Krisensitzung bekannt gegeben, dass sie nicht mehr weitermachen wolle. Ihr Vertrag läuft eigentlich noch drei Jahre. Öffentlich hat sie sich dazu bisher nicht geäußert.

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Hintergrund der Kritik an Tuttle ist eine Reihe propalästinensischer Auftritte während der diesjährigen Filmfestspiele. So nutzte der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib (37) seine Dankesrede nach dem Preis für das beste Spielfilmdebüt, um die Haltung der Bundesregierung im Gaza-Krieg zu kritisieren.

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Aus diesem Grund forderte der Grünen-Kulturpolitiker Sven Lehmann (46) den Kulturstaatsminister Wolfram Weimer auf, schnell für Klarheit zu sorgen.

Schon 2024 hatte die Abschlussgala wegen Kritik an Israels Vorgehen im Gazastreifen für Aufsehen gesorgt.

Erstmeldung am 26. Feburar um 12.20 Uhr, aktualisiert um 15.15 Uhr

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