Von Andreas Rabenstein
Berlin - In der Silvesternacht landeten in Berlin 30 Menschen mit Verletzungen durch Feuerwerkskörper im Unfallkrankenhaus Marzahn, darunter acht Kinder im Alter von sieben bis 17 Jahren. Viele erlitten teils schwerwiegende Verletzungen.
Viele der Verletzungen betrafen Hände: Teilweise mussten Finger oder Teile der Hand amputiert werden. Junge Männer, die sich über Raketenbatterien gebeugt hatten, erlitten Verbrennungen an Gesicht und Kopf. Weitere Verletzungen betrafen Augen und Ohren, einige Betroffene klagten über Tinnitus.
Besonders erschütternd seien die verzweifelten Eltern der verletzten Kinder gewesen, so die Kliniksprecherin.
Ungewöhnlich war in diesem Jahr, dass etwa die Hälfte der Verletzten bereits vor Mitternacht eingeliefert wurde. Das Krankenhaus sei aufgrund der Glätte in den Tagen vor Silvester ohnehin stark ausgelastet gewesen. Ärztinnen, Pflegekräfte und Helfer hätten die Situation dennoch gut bewältigt.
Die Klinik rechnet im Laufe des Tages noch mit weiteren Patienten. Viele müssten zunächst den Neujahrsrausch ausschlafen, bevor ihnen das volle Ausmaß ihrer Verletzungen bewusst werde. Trotz der schweren Unfälle bewertete die Klinik die Nacht insgesamt als "eher durchschnittlich" im Vergleich zu den Vorjahren.