Brandanschlag auf Berlins Strom: Bundesanwaltschaft ermittelt!

Von Jacqueline Melcher, Marion van der Kraats, Andreas Rabenstein

Berlin - Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung in Teilen Berlins hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft gab den Fall an die Bundesanwaltschaft weiter.
Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft gab den Fall an die Bundesanwaltschaft weiter.  © Christoph Schmidt/dpa

Es bestehe unter anderem der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe, erklärte die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde zur Begründung. Zuletzt hatte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt.

Seit Sonntag stand für Politik und Behörden fest, dass es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt und Linksextremisten dahinterstehen.

Ein bei den Behörden eingegangenes Bekennerschreiben mutmaßlicher Linksextremisten sei authentisch, so die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (62, SPD). In einer Pressekonferenz sprach sie - wie zuvor auch Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) - von "Linksterrorismus". Die Täter hätten bewusst und wissentlich in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kämen.

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Das lange Bekennerschreiben der sogenannten "Vulkangruppe" trägt die Überschrift "Den Herrschenden den Saft abdrehen".

Darin steht unter anderem: "In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört". Das Gaskraftwerk in Lichterfelde sei "erfolgreich sabotiert" worden. "Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft."

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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