Brandanschlag legt Berliner Stromnetz lahm: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Von Marion van der Kraats

Berlin - Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen zu dem Brandanschlag, der im Berliner Südwesten zu einem großen Stromausfall geführt hat.

Seit Samstag sind tausende Berliner Haushalte ohne Strom.
Seit Samstag sind tausende Berliner Haushalte ohne Strom.  © Michael Ukas/dpa

Das teilte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Er begründete dies mit der "besonderen Bedeutung des Einzelfalls". Weitere Angaben zu den Ermittlungen machte der Sprecher zunächst nicht.

Der Brandanschlag geht nach Einschätzung der Behörden auf das Konto von linksextremistischen Tätern. Ein bei den Behörden eingegangenes Bekennerschreiben mutmaßlicher Linksextremisten ist laut Innensenatorin Iris Spranger (64, SPD) authentisch.

Das lange Schreiben der mutmaßlichen Täter "Vulkangruppe" trägt die Überschrift "Den Herrschenden den Saft abdrehen". "In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört", hieß es dort.

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Das Gaskraftwerk in Lichterfelde sei "erfolgreich sabotiert" worden. "Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft", hieß es in dem Schreiben.

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte auch im Fall des rund 60-stündigen Stromausfalls in Berlin-Köpenick Mitte September 2025, von dem rund 50.000 Stromkunden betroffen waren, die Ermittlungen übernommen.

Titelfoto: Michael Ukas/dpa

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