Weniger Gewalt in Berliner Bussen und Bahnen? Das ist die Lage
Berlin – Gute Nachrichten für Fahrgäste: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verzeichnen einen deutlichen Rückgang bei Straftaten und wollen ihre Sicherheitsmaßnahmen weiter ausbauen.
Die Zahl der registrierten Delikte im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahrsei um rund 16 Prozent gesunken, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit wurde eigenen Angaben zufolge der niedrigste Stand seit mehr als zehn Jahren erreicht.
Auch die Zahl der Vorfälle gegenüber Beschäftigten sei um etwa 18 Prozent spürbar zurückgegangen.
Als zentrale Faktoren für die Entwicklung nennt das Unternehmen eine verstärkte Präsenz von Sicherheitspersonal, intensivere gemeinsame Streifen mit der Polizei sowie zusätzliche technische Maßnahmen. Rund 250 Sicherheitskräfte seien täglich im Einsatz.
Zugleich investierte die BVG nach eigenen Angaben so viel wie noch nie in Sicherheit und Service. Die Ausgaben beliefen sich 2025 auf rund 105 Millionen Euro.
Parallel habe sich das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste verbessert. Am U-Bahnhof Kottbusser Tor etwa sei der Anteil der Befragten, die sich sicher fühlen, innerhalb eines Jahres von 36 auf 58 Prozent gestiegen.
BVG plant Pilotversuch mit KI-gestützter Videotechnik
Mit dem neuen Projekt "Sicherheitsradar" setzt die BVG künftig verstärkt auf moderne Videotechnik. Dies ist derzeit an 13 U-Bahnhöfen in nicht öffentlich zugänglichen Bereichen im Einsatz und soll kurzfristig auf weitere Standorte ausgeweitet werden.
Für das Jahr 2026 plant die BVG zudem einen Pilotversuch mit KI-gestützter Videotechnik. Dieser soll am Kottbusser Tor auch im öffentlichen Raum erprobt werden.
Ziel der Maßnahmen sei es, Gefahren früher zu erkennen, schneller zu reagieren und damit sowohl die Sicherheit als auch die Stabilität des Betriebs weiter zu erhöhen.
Titelfoto: BVG, Florian Bündig
