Audi in Britz angezündet: Fluchtwagen der gescheiterten Berliner Bankräuber gefunden!

Berlin - In der Nacht zu Mittwoch ist in Berlin-Britz ein Audi angezündet worden. Nach TAG24-Informationen hatte es demnach gegen 1.20 Uhr im Breitunger Weg gebrannt.

Feuerwehrleute begutachten den ausgebrannten Audi.
Feuerwehrleute begutachten den ausgebrannten Audi.  © Morris Pudwell

Der Wagen wurde offenbar zuerst im Innenraum angezündet. Anwohner einer anliegenden Kleingartenanlage hörten einen lauten Knall und alarmierten die Feuerwehr.

Die konnte das brennende Auto zwar löschen, der Innenraum brannte jedoch komplett aus. Möglicherweise könnte es sich bei dem Audi Avant um das Fluchtfahrzeug der gescheiterten Bankräuber aus Wilmersdorf handeln.

Einen ähnlichen Fluchtwagen sollen Zeugen sowohl beim gestrigen versuchten Bankraub in der Detmolder Straße, als auch beim Überfall auf den Geldboten am Hermannplatz beschrieben haben.

Die Täter flüchteten am Dienstagvormittag laut Polizei ohne Beute und zunächst zu Fuß vom Tatort in der Detmolder Straße in Richtung Autobahn 100. Schließlich sollen sie in ein dunkles Fahrzeug gestiegen sein "und ihre Flucht unerkannt in Fahrtrichtung Norden fortgesetzt haben", wie die Polizei mitteilte. 

Wie viele Angreifer es waren und ob es sich um Männer handelte, stand zunächst nicht fest.

Die Tat wurde am Dienstag gegen 9.30 Uhr begangen - noch bevor die Bank öffnete: Die Täter fuhren nach ersten Erkenntnissen der Polizei mit einem Fahrzeug - laut einem Sprecher soll es sich um eine Art Transporter handeln - in ein zum Hof gelegenes Fenster. 

Die Feuerwehr konnte den Wagen löschen.
Die Feuerwehr konnte den Wagen löschen.  © Morris Pudwell

Täter setzen vor Flucht Wagen in Brand

Polizisten und Feuerwehrleute stehen vor einer Bank im Stadtteil Wilmersdorf.
Polizisten und Feuerwehrleute stehen vor einer Bank im Stadtteil Wilmersdorf.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Als der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma auftauchte, griffen die Täter ihn an, es wurden mehrere Schüsse abgefeuert. Unklar blieb, ob die Kugeln aus nur einer Waffe kamen. Der Sicherheitsmann wurde angeschossen und später in ein Krankenhaus gebracht, er soll nicht in Lebensgefahr sein.

Bevor die Kriminellen flüchteten, setzen sie noch ihren Wagen in Brand - vermutlich in der Absicht, auf diese Weise mögliche Spuren zu vernichten. Polizisten konnten die Flammen vor Eintreffen der Feuerwehr löschen. Laut Polizei waren bis zu 150 Kräfte im Einsatz, unter anderem von der Kriminaltechnik. 

Es ging laut einem Sprecher unter anderem darum, etwa Videomaterial aus Überwachungskameras zu prüfen und das zurückgelassene Fahrzeug zu untersuchen.

Der versuchte Überfall nahe dem Bundesplatz geschah nur wenige Tage nach einer aufsehenerregenden Tat an der Grenze der Bezirke Kreuzberg und Neukölln: Am Freitagmittag hatten Täter versucht, in einer Bankfiliale in einem Kaufhaus am Hermannplatz einen Geldboten zu überfallen. 

Dabei versprühten sie Reizgas, zwölf Menschen wurden verletzt. Beute machten die Männer in dem Fall nicht. Auch sie sind noch flüchtig.  

Update, 16.37 Uhr: Fluchtwagen gefunden

 "Es wird derzeit davon ausgegangen, dass es sich bei dem Audi um das Fluchtfahrzeug zu dem versuchten Überfall gestern Vormittag auf eine Bank am Bundesplatz handelt", teilte die Polizei mit. Der südliche Teil Neuköllns ist eine eher ruhige Gegend mit viel Grün und zahlreichen Einfamilienhäusern.

Laut Polizei wurde ein ähnlicher Wagen wie das Fluchtauto vom Dienstag schon am vergangenen Freitag bei dem versuchten Überfall auf einen Geldboten in einer Bankfiliale am Neuköllner Hermannplatz gesehen. 

Die Polizei prüft jetzt, ob es einen Zusammenhang gibt. Und ermittelt außerdem, ob Spuren oder Hinweise zu kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Clans führen, die in den vergangenen Jahren mehrfach Überfälle auf Geldtransporte und Kaufhäuser und Einbrüche in Banken verübten.

Titelfoto: Morris Pudwell

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