Gefesselt, geschlagen, gewürgt: Polizeieinsatz nach Hilferufen aus Wohnung

Berlin - Brutale Szenen in Berlin-Wedding: Zwei Männer sollen einen 26-Jährigen gefesselt, mit einer Eisenstange attackiert und gewürgt haben.

Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest. (Symbolbild)  © Moritz Frankenberg/dpa

Ein Nachbar hörte am Sonntagabend gegen 19.50 Uhr aus einem Mehrfamilienhaus in der Pankstraße laute Streitgeräusche und wählte die 110, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, reagierte zunächst niemand auf Klingeln und Klopfen. Kurz darauf hörten die Beamten Hilferufe aus der Wohnung.

Ein 29-jähriger Mann öffnete schließlich die Tür. Die Polizei legte dem Verdächtigen noch in der Wohnung Handfesseln an. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der 26-Jährige zuvor mit einer 18-Jährigen dort verabredet. In der Wohnung soll sich der 29-Jährige zunächst versteckt gehabt haben.

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Die 18-Jährige und der 29-Jährige sollen den 26-Jährigen gemeinsam geschlagen, mit einer Eisenstange angegriffen und mit Reizgas besprüht haben. Anschließend sollen sie ihn niedergestreckt und an Händen und Füßen gefesselt haben. Der 29-Jährige soll den Mann zudem gewürgt haben.

Die Polizei nahm beide Verdächtigen fest und ergab sie später der Kripo. Während des Einsatzes verletzte die 18-Jährige eine Polizistin mit der mutmaßlichen Tatwaffe. Die Beamtin musste den Dienst abbrechen.

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Verletzter will nicht ins Krankenhaus

Rettungskräfte behandelten den 26-Jährige wegen Verletzungen an Kopf und Oberkörper vor Ort behandelt. Er lehnte jedoch einen Transport ins Krankenhaus ab.

Die Hintergründe der Tat sind bislang ungeklärt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte dauern an.

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