Großrazzia in Berlin und Chemnitz: Polizei nimmt Lieferanten für "Kokstaxis" hoch

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Von Andreas Rabenstein

Berlin - Mit einer Großrazzia ist die Polizei in Berlin, Brandenburg und Sachsen gegen eine Drogenhändler-Bande, die sogenannte Kokstaxis beliefert, vorgegangen.

Die Beamten haben bei den Durchsuchungen kiloweise Drogen sichergestellt. (Symbolfoto)
Die Beamten haben bei den Durchsuchungen kiloweise Drogen sichergestellt. (Symbolfoto)  © Christoph Soeder/dpa

250 Polizisten sowie Staatsanwälte durchsuchten am Dienstag 16 Wohnungen und andere Räume in neun Berliner Stadtteilen, in Potsdam, im Havelland und in Chemnitz.

Der Hauptverdächtige ist ein 19-jähriger Mann, der zur unteren Hierarchie der Bande gehören soll. Er soll zusammen mit Komplizen in über 400 Fällen Drogen wie Kokain und Cannabis an die Fahrer von "Kokstaxis" geliefert haben.

Die Polizei nahm insgesamt vier mutmaßliche Dealer fest. 13 weitere Menschen wurden in den verschiedenen Orten überprüft.

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Beschlagnahmt wurden 1,3 Kilogramm Kokain, 20 Kilogramm Marihuana, knapp 2 Kilogramm Haschisch, Hunderte Verkaufseinheiten mit Aufputschmitteln wie Ketamin, MDMA und Ecstasy, Verpackungsmaterial und Bargeld in fünfstelliger Höhe sowie zwei Autos.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärte: "Tagtäglich werden in Berlin Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, gefahren von kleinen Dealern, die in Strukturen arbeiten, in denen sie immer wieder mit Stoff versorgt werden."

Die Polizei müsse vor allem Mietwagenfirmen verstärkt überprüfen. "Immer wieder treffen die Kollegen auf Car-Sharing-Fahrzeuge, die ganz gern dazu benutzt werden, um Drogen auf den Straßen der Hauptstadt zu verteilen."

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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