Nach Brutalo-Raub an Berliner S-Bahnhof: Razzien bei Neonazis in drei Bundesländern

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Berlin - Nach einem mutmaßlichen Raubüberfall auf einen 31-Jährigen am Berliner S-Bahnhof Karlshorst haben Ermittler am Donnerstag mehrere Wohnungen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern durchsucht

Auch ein SEK war im Einsatz. (Symbolbild)
Auch ein SEK war im Einsatz. (Symbolbild)  © Michael Kappeler/dpa

Gegen fünf identifizierte Verdächtige im Alter zwischen 14 und 21 Jahren werde wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung und besonders schweren Raubes ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Dem 21-Jährigen werde zusätzlich Bedrohung vorgeworfen. Er wurde festgenommen und soll einem Haftrichter vorgeführt werden.

Rund 60 Einsatzkräfte hatten am Donnerstag in Berlin, Ludwigsfelde (Brandenburg) und auf Usedom (Mecklenburg-Vorpommern) sieben Anschriften durchsucht. Sie stellten mutmaßliche Tatbeute, Tatkleidung, Waffen und elektronische Speichermedien sicher.

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Die Beschuldigten werden den Angaben zufolge der rechten Szene zugeordnet. Sie sollen sich dem 31-Jährigen als Minderjährige ausgegeben und ein Treffen am 9. Mai am S-Bahnhof Karlshorst vereinbart haben.

Dort sollen sie den Mann zusammen angegriffen und Wertgegenstände geraubt haben.

Täter trugen Kleidung mit NS-Symbolik

Nach Angaben der Ermittler waren einzelne Tatverdächtige vermummt, trugen Kleidung mit NS-Symbolik und hatten ein Springmesser sowie eine Schreckschusspistole bei sich. Das Opfer erlitt erhebliche Verletzungen und musste stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

Der 21-jährige Beschuldigte soll auf der Flucht zudem einen Verfolger mit einer Schreckschusspistole bedroht haben. Die übrigen vier Personen durften nach Abschluss der polizeilichen Maßnahen wieder gehen.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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