Randale nach WM-Aus in Berlin: Frustrierte Fans eskalieren und attackieren Polizisten

Berlin - Nach dem frühen WM-Aus für die deutsche Fußballnationalmannschaft ist es in Berlin-Friedrichshain zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Flaschen flogen in Richtung der Polizisten. (Symbolbild)  © Jens Kalaene/dpa

Laut Polizei gerieten in der Nacht zum Dienstag gegen 1.30 Uhr mehrere Menschen nach einem Public Viewing am Uber Platz aneinander. Sieben Menschen im Alter zwischen 14 und 47 Jahren seien festgenommen worden, informierten die Beamten.

Trotz des Eingreifens der Einsatzkräfte verlagerte sich das Geschehen über weite Teile des Platzes. Dabei wurden Flaschen auf Polizisten und weitere Personen geworfen. Ein unbeteiligter Mann wurde von einer Flasche getroffen, blieb nach ersten Einschätzungen aber unverletzt.

Unter den Verdächtigen ist auch eine 16-Jährige, die mehrere Flaschen auf Gruppen geworfen haben soll. Zuvor soll sie von einem Unbekannten beleidigt und geschlagen worden sein.

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Mehrere Menschen solidarisierten sich mit ihr und versuchten, ihre Festnahme verhindern. Daraufhin forderten die Einsatzkräfte die Gruppe auf, Abstand zu halten und drohten mit dem Einsatz von CS-Spray.

Da der Mob weiter auf die Polizisten zuging, sprühten diese mit dem Reizgas. Dabei wurde ein Unbekannter im Gesicht getroffen und suchte das Weite.

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Zwei Polizisten verletzt

Unter den Festgenommenen befanden sich eine 47-Jährige, eine 16-Jährige, eine 14-Jährige, ein 22-Jähriger, ein 17-Jähriger sowie zwei 18-Jährige. (Symbolbild)  © Markus Lenhardt/dpa

Die 16-Jährige verletzte sich bei der Festnahme an Glasscherben und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach einer Blutentnahme und der medizinischen Versorgung wurde sie ihrer Mutter übergeben. Die Daten der übrigen Verdächtigen wurden aufgenommen. Im Anschluss durften sie wieder gehen.

Zwei Polizeibeamte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt, konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen.

Die Ermittlungen unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, versuchter Gefangenenbefreiung, Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung laufen.

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