Berlin - Der "falsche Polizist", der in der vergangenen Woche nach einem Überfall bei einem fingierten Autokauf in Berlin-Reinickendorf festgenommen wurde, ist offenbar tatsächlich ein Polizeibeamter.
Der 42-Jährige sei bereits seit 2021 wegen anderer Ermittlungsverfahren suspendiert, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Meldung mit. Der Mann befindet sich demnach bereits seit dem 17. Januar in Untersuchungshaft.
Der 42-Jährige war am Abend des 16. Januar in Reinickendorf festgenommen worden, nachdem er gemeinsam mit zwei Komplizen einen 29-Jährigen beim Kauf eines Autos beraubt haben soll.
Die Täter hatten sich laut Polizei als zivile Polizisten ausgegeben, das Bargeld des Opfers "beschlagnahmt" und waren anschließend geflohen. Ein 38-jähriger Begleiter des Opfers wurde dabei leicht verletzt, benötigte aber keine medizinische Behandlung.
Der 29-Jährige verfolgte die Täter in der Emmentaler Straße, wo einer der Verdächtigen ihn mit einer Waffe bedroht haben soll.
Einsatzkräfte stellten wenig später den 42-Jährigen und fanden bei ihm unter anderem eine Schutzweste, ein Funkgerät und eine Softair-Pistole. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Falls und zu möglichen weiteren Tatbeteiligten dauern an.