Razzien in Berlin: Mutmaßlicher Drogendealer geht Polizei ins Netz

Berlin - Bei Durchsuchungen in Berlin haben Polizeibeamte einen mutmaßlichen Drogendealer festgenommen und dutzende Kilo an Drogen sowie verschiedene Waffen beschlagnahmt.

An drei weiteren Orten in Kreuzberg beschlagnahmten die Beamten Drogen, mehrere Messer, einen Schlagstock und knapp 300 Patronen scharfer Munition. (Symbolbild)
An drei weiteren Orten in Kreuzberg beschlagnahmten die Beamten Drogen, mehrere Messer, einen Schlagstock und knapp 300 Patronen scharfer Munition. (Symbolbild)  © Christophe Gateau/dpa

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde der 44-Jährige bereits am vergangenen Donnerstag in seiner Wohnung in Neukölln festgenommen.

In der Wohnung befanden sich demnach eine geladene Schusswaffe und ein fünfstelliger Geldbetrag.

An drei weiteren Orten in Kreuzberg hätten die Beamten insgesamt 19 Kilogramm Haschisch, fast zehn Kilogramm Marihuana, mehrere Messer, einen Schlagstock und knapp 300 Patronen scharfer Munition beschlagnahmt.

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Auf Twitter veröffentlichte die Polizei am Montagnachmittag Bilder der Drogenpakete und Waffen, darunter auch von einer Pistole und einer Kalaschnikow. Ob es sich dabei wirklich um eine Maschinenpistole oder möglicherweise um ein täuschend echtes Luftdruckgewehr oder eine Schreckschusswaffe handelt, konnte ein Polizeisprecher auf Nachfrage nicht sagen.

Gegen den mutmaßlichen Dealer wird nun wegen Verdacht des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln ermittelt: Ihm wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von knapp drei Monaten kiloweise Cannabis an- und verkauft zu haben. Nach den Angaben vom Montag befindet er sich weiterhin in Haft.

Mutmaßlicher Dealer hat Krypto-Handy für Drogenhandel verwendet

Für den Drogenhandel soll der 44-Jährige ein sogenanntes Krypto-Handy verwendet haben, über das verschlüsselt kommuniziert werden kann. Im Jahr 2020 hatten Ermittler die Software "Enchro-Chat" infiltriert, die auch auf solchen Handys verwendet werden kann.

Seither ist es zu zahlreichen Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Drogenhändler gekommen, die ihr Geschäft verschlüsselt organisiert haben sollen.

Aktualisiert, 11. April, 18.41 Uhr

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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