DDR-Schauspieler ist tot: Ernst-Georg Schwill spielte in zahlreichen Defa-Filmen mit

Berlin - Der Schauspieler Ernst-Georg Schwill ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 81 Jahren in einem Berliner Krankenhaus, wie die Eulenspiegel-Verlagsgruppe mitteilte. Der Ur-Berliner spielte in der DDR in zahlreichen Defa-Filmen mit, unter anderen in dem Streifen "Berlin – Ecke Schönhauser".

Die Schauspieler Dominic Raacke (l-r, alias Kommissar Ritter), Boris Aljinovic (alias Kommissar Stark) und Ernst-Georg Schwill (alias Weber) posieren bei Dreharbeiten zu einem rbb-Tatort.
Die Schauspieler Dominic Raacke (l-r, alias Kommissar Ritter), Boris Aljinovic (alias Kommissar Stark) und Ernst-Georg Schwill (alias Weber) posieren bei Dreharbeiten zu einem rbb-Tatort.  © Robert Schlesinger/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Mauerfall war er in TV-Krimis wie dem ARD-"Tatort" zu sehen. 

In etlichen Folgen, die der RBB verantwortete, sorgte Schwill als unverzichtbarer Assistent Lutz Weber mit unverkennbarer "Berliner Schnauze" für Lokalkolorit. 

Auch in der Romanverfilmung "Der Turm" nach dem Buch von Uwe Tellkamp spielte Schwill mit.

"Ernste", wie ihn Freunde nannten, legte 2008 seine Autobiografie "Is doch keene Frage nich" (Verlag Das Neue Berlin) vor. 

Darin beschrieb er auch seinen schwierigen Neustart nach dem Ende der DDR. 


Ernst-Georg Schwill bei einer Preisverleihung im Jahr 1981.
Ernst-Georg Schwill bei einer Preisverleihung im Jahr 1981.  © picture alliance / dpa

Auch kleine Rollen müssten gespielt werden, und zwar mit vollem Einsatz, bekannte Schwill. "Sie geben den Filmen die Würze."

Titelfoto: picture alliance / dpa

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