Berlin - Am 27. Februar ist Equal Pay Day, der daran erinnert, dass Frauen in Deutschland immer noch weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.
Laut Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbunds verdienen Frauen auch 2025 im Schnitt rund 16 Prozent weniger als Männer. Teilzeit, schlecht bezahlte Branchen und geringere Aufstiegschancen sorgen dafür, dass die Lohnlücke bestehen bleibt.
Die Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zeigen, dass die Ungleichheit in der Hauptstadtregion zwar etwas geringer ist als im Bundesdurchschnitt, aber immer noch deutlich spürbar.
Der Gender Gap Arbeitsmarkt lag 2025 bei 23 Prozent in Berlin und 22 Prozent in Brandenburg, was bedeutet, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen, arbeiten und beschäftigt werden als Männer.
In Berlin betrug die Lohnlücke 10 Prozent, in Brandenburg 4 Prozent. Zudem arbeiten Frauen oft kürzer und seltener, was die Unterschiede weiter verstärkt.
Die Folgen sind gravierend: Viele Frauen können nicht für Krisenzeiten vorsorgen, oft reicht der Lohn nicht einmal für den eigenen Bedarf, geschweige denn für Kinder. Jede dritte Frau ist von ihrem Einkommen knapp abgesichert.
Der Equal Pay Day macht deutlich: Gleichberechtigung am Arbeitsplatz ist noch lange nicht erreicht – auch mitten in der Hauptstadtregion. Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um faire Chancen, Sicherheit und Wertschätzung für die Arbeit von Frauen.