Supermarkt in Berlin-Neukölln abgefackelt: War Böllerbeschuss der Auslöser?

Berlin - Großbrand in der Silvesternacht: In Berlin-Neukölln ist in der Nacht zum Freitag ein Norma-Supermarkt niedergebrannt, in dem offensichtlich nicht verkauftes Feuerwerk eingelagert war.

Feuerwehrleute bekämpfen den Brand von einer Drehleiter aus.
Feuerwehrleute bekämpfen den Brand von einer Drehleiter aus.  © Julian Stähle

Die Feuerwehr wurde gegen 0.40 Uhr zunächst zu einem Routineeinsatz in die Marienfelder Chaussee im Neuköllner Ortsteil Buckow gerufen.

Die ersten Einsatzkräfte vor Ort forderten jedoch umgehend Verstärkung an, da die rund 800 Quadratmeter große Fläche eines Supermarktes vollständig in Flammen aufgegangen und später auch das Dach eingestürzt war, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte.

In einem Teil des Marktes schienen Feuerwerkskörper gelagert worden zu sein, die dann explodierten und durch die Gegend flogen.

Daher sei nur möglich gewesen, die Flammen von außen zu löschen. Zusätzlich mussten mehrere Druckgasbehälter aus einem angeschlossenen Geschäft in Sicherheit gebracht werden.

Menschen seien nach ersten Erkenntnissen nicht in Gefahr gewesen, hieß es. Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr war mit rund 100 Kräften im Einsatz. Zur Brandursache machten Polizei und Feuerwehr zunächst keine Angaben.

Die Einsatzkräfte konnten den Brand nur von Außen bekämpfen, da im Inneren des Supermarkts immer wieder Feuerwerkskörper explodierten.
Die Einsatzkräfte konnten den Brand nur von Außen bekämpfen, da im Inneren des Supermarkts immer wieder Feuerwerkskörper explodierten.  © Christophe Gateau/dpa
Der Supermarkt ist komplett ausgebrannt, das Dach eingestürzt.
Der Supermarkt ist komplett ausgebrannt, das Dach eingestürzt.  © Christophe Gateau/dpa

Der Berliner Feuerwehr berichtet bei Twitter über den Großeinsatz in Berlin-Buckow

Augenzeugenberichten zufolge soll eine Gruppe Jugendlicher immer wieder mit Absicht Raketen, Böller und Leuchtmunition aus Schreckschusspistolen in den Lagerbereich des Supermarktes gefeuert haben.

Titelfoto: Julian Stähle

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