Führerschein weg, aber Miles weiß nichts davon: Diese Sicherheitslücke sorgt für Aufsehen!

Berlin - Tausende Berliner nutzen täglich Miles. Doch nach dem CSD-Anschlag stellt sich die Frage: Wie sicher ist Carsharing? Dazu kommt ein brisantes Problem: Wer seinen Führerschein verliert, könnte bei Miles trotzdem weiter am Steuer sitzen.

In Berlin lassen sich per App rund 6000 Miles-Autos mieten.  © Marcus Brandt/dpa

Nach dem CSD-Anschlag betonte Miles-Chef Oliver Mackprang zunächst sein Mitgefühl für die Opfer. Die Identität und der Führerschein aller Nutzer würden nach den gesetzlichen Vorgaben geprüft, wie er gegenüber der Berliner Morgenpost erklärt.

Einen Zugriff auf Führungszeugnisse oder Polizeidaten habe das Unternehmen aus Datenschutzgründen allerdings nicht.

Hinzukommt: Verliert ein Kunde seinen Führerschein, erfährt Miles davon derzeit nichts. "Hier wäre eine digitale Schnittstelle zur Führerscheinstelle sicher hilfreich", so Mackprang.

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In Berlin ist Miles längst kein Nischenangebot mehr. Nach Angaben des Unternehmens nutzt bereits jeder vierte Führerscheinbesitzer in der Hauptstadt Carsharing. Rund 6000 Fahrzeuge sind auf Berlins Straßen unterwegs.

Mit den Fahrzeugen werde allerdings nicht immer sorgsam umgegangen. "In Berlin gibt es nicht die pflegsamste Kundschaft", sagt Mackprang offen. Mehr als 100 Mitarbeiter seien deshalb allein in der Hauptstadt mit Reinigung und Instandhaltung der Autos beschäftigt.

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Vandalismus nervt den Carsharing-Riesen

Unbekannte verändern den Firmenschriftzug des Carsharing-Anbieters immer wieder zu Milfs.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Auch Falschparker und rücksichtslose Fahrer sorgen regelmäßig für Ärger. In jedem Miles-Auto steckt eine Telematikbox, die starke Geschwindigkeitsüberschreitungen oder riskante Fahrmanöver erkennt. Auffällige Nutzer werden nach Angaben des Unternehmens direkt kontaktiert.

Ein weiteres Dauerproblem: Immer wieder beschmieren Unbekannte die Miles-Logos so, dass daraus "Milfs" wird. Was einst als harmloser Scherz begann, verursacht laut Mackprang inzwischen hohe Reparaturkosten. Deshalb prüft das Unternehmen sogar Änderungen am Design und an der Schrift der Fahrzeuge.

Mit Blick auf die Zukunft wünscht sich Mackprang bessere Bedingungen für Carsharing in Berlin. Vor allem die hohen Parkgebühren seien ein Problem: Während private Anwohner für ihren Parkausweis umgerechnet nur 85 Cent im Monat zahlen, koste ein Carsharing-Fahrzeug das Unternehmen mehr als 100 Euro monatlich.

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Trotz der Herausforderungen will Miles weiter wachsen und künftig noch mehr Berliner erreichen. Ziel sei es, das eigene Auto für möglichst viele Menschen überflüssig zu machen.

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