Berlin - Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag einen Mann wegen mutmaßlicher Spionage für Russland in Berlin festnehmen lassen.
Der kasachische Staatsangehörige Sergej K. steht unter dem Verdacht, seit spätestens Mai des vergangenen Jahres Informationen an einen ausländischen Geheimdienst weitergegeben zu haben, so die Bundesanwaltschaft am Mittwoch.
Demnach soll der Mann unter anderem Daten aus der deutschen Rüstungsindustrie an einen russischen Geheimdienst übermittelt haben. Dabei sollen ihn besonders die Unternehmen interessiert haben, die Drohnen und Roboter entwickeln.
Auch "Angaben über die militärische Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für die Ukraine" sollen darunter gewesen sein.
K. habe zudem Fotos von öffentlichen Gebäuden in Berlin oder von militärischen Konvois auf Autobahnen verschickt. Des Weiteren habe der mutmaßliche Spion den Geheimdienst über "geeignete Sabotageobjekte in Deutschland" informiert und angeboten, weitere Personen für eine Spionagetruppe zu rekrutieren.
Im Zusammenhang mit der Festnahme wurden auch die Räumlichkeiten des Mannes sowie einer nicht tatverdächtigen Person durchsucht.
Am heutigen Mittwoch soll er dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über eine Untersuchungshaft entscheidet.