Berlinale: Raubkunst-Doku "Dahomey" gewinnt den Goldenen Bären

Berlin - Der Dokumentarfilm "Dahomey" von der in Frankreich geborenen Regisseurin Mati Diop (41) hat den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen.

Der experimentelle Dokufilm fesselt mit poetischen Passagen - zum Beispiel spricht mehrmals einer der Kunst-Raubschätze aus dem Off.
Der experimentelle Dokufilm fesselt mit poetischen Passagen - zum Beispiel spricht mehrmals einer der Kunst-Raubschätze aus dem Off.  © -/Les Films du Bal - Fanta Sy/Berlinale/dpa

Das gab die Jury am Samstagabend in Berlin bekannt. Die Filmemacherin mit senegalesischen Wurzeln setzt sich mit der Rückgabe von aus Afrika geraubten Kunstschätzen auseinander.

Diop begleitet in "Dahomey" 26 Statuen auf der Reise aus Frankreich in ihr Ursprungsland, dem heutigen Benin. Der experimentelle Dokufilm fesselt mit poetischen Passagen - zum Beispiel spricht mehrmals einer der Kunst-Raubschätze aus dem Off.

Der deutsche Regisseur Matthias Glasner (59) erhielt einen Silbernen Bären für das Drehbuch seines Dramas "Sterben" – die einzige Auszeichnung im Wettbewerb für Deutschland.

Berlin: Ostberliner Kult-Kino schließt für zwei Jahre: Termin für letzten Öffnungstag steht
Berlin Kultur & Leute Ostberliner Kult-Kino schließt für zwei Jahre: Termin für letzten Öffnungstag steht

Der Große Preis der Jury ging in diesem Jahr nach Südkorea. Die Jury zeichnete das skurrile Kammerspiel "Yeohaengjaui pilyo" ("A Traveler's Needs") des südkoreanischen Regie-Veteranen Hong Sangsoo (63) mit Isabelle Huppert (70) in der Hauptrolle aus.

Der rumänisch-US-amerikanische Schauspieler Sebastian Stan (41) erhielt einen Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle in der Tragikomödie "A Different Man".

"Small Things Like These": Emily Watson wird für die beste Nebenrolle auf der Berlinale geehrt

Regisseurin Mati Diop (41 2.v.l.) begleitet in "Dahomey" 26 Statuen auf der Reise aus Frankreich in ihr Ursprungsland, dem heutigen Benin.
Regisseurin Mati Diop (41 2.v.l.) begleitet in "Dahomey" 26 Statuen auf der Reise aus Frankreich in ihr Ursprungsland, dem heutigen Benin.  © Britta Pedersen/dpa

Der Preis für die beste Nebenrolle ging an die Britin Emily Watson (57) in dem irisch-belgischen Drama "Small Things Like These". Den Preis der Jury gewann die Science-Fiction-Parodie "L’Empire".

Der Dominikaner Nelson Carlos De Los Santos Arias (39) gewann für den Experimentalfilm "Pepe" über ein totes Nilpferd in Kolumbien den Silbernen Bär für die beste Regie.

Für eine herausragende künstlerische Leistung wurde der österreichische Kameramann Martin Gschlacht (55) mit einem Silbernen Bären geehrt. Er erhielt den Preis für seine Arbeit am morbiden Historiendrama "Des Teufels Bad".

Titelfoto: -/Les Films du Bal - Fanta Sy/Berlinale/dpa

Mehr zum Thema Berlin Kultur & Leute: