Von Julia Kilian, Thorsten Meiritz
Berlin - Staatliche Bauprojekte verschlingen in Berlin immer wieder mehr Geld als ursprünglich veranschlagt - bestes, oder wohl eher schlechtestes Beispiel ist hier immer noch der Hauptstadtflughafen BER. Aber wie sieht es beim Pergamonmuseum aus?
Rund ein Jahr vor der teilweisen Wiedereröffnung des Museums gibt es ein Update zu den Sanierungskosten.
Die Gesamtkosten von 1,5 Milliarden Euro für beide Bauabschnitte einschließlich Kostenrisiken würden "nach aktueller Prognose nicht überschritten", teilte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) mit.
Das Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel wird seit einigen Jahren saniert. Die Sanierung erfolgt in zwei Schritten. Nächstes Jahr soll der erste Abschnitt des Gebäudes wieder öffnen, darunter auch der Saal mit dem berühmten Pergamonaltar.
Für Bauabschnitt A werde derzeit ein "um bis zu fünf Prozent höherer Mittelbedarf" prognostiziert im Vergleich zu den 2017 genehmigten Kosten von 489 Millionen Euro, hieß es in der Mitteilung.
Gleichzeitig habe die Kostenprognose für Bauabschnitt B um 27 Millionen Euro reduziert werden können, teilte eine Sprecherin des BBR mit.
Der erste Museumsteil soll am 4. Juni 2027 öffnen. Die Sanierung des zweiten Teils mit dem berühmten blauen Ischtar-Tor wird noch Jahre dauern. Vollständig öffnen soll das Pergamonmuseum dann erst wieder im Jahr 2037.