Von Stefan Kruse
Berlin - Mit zahlreichen Veranstaltungen machen Politik und Gesellschaft am Mittwoch in Berlin gegen Diskriminierung von Sinti und Roma mobil.
Aus Anlass des "Internationalen Tages der Rom*nja" wird an 13 Rathäusern in den Bezirken die Roma-Fahne gehisst, darunter in Schöneberg, Mitte, Friedrichshain und Lichtenberg. Zum Teil sind dabei auch Redebeiträge geplant, wie die Senatsverwaltung für Integration mitteilte.
An dem Tag beteiligen sich demnach auch verschiedene Organisationen und Institutionen.
So bietet das Roma Informations Centrum am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Tiergarten Workshops und Führungen an. Am Nachmittag um 15 Uhr startet am Denkmal ein sogenannter Demolauf zur Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Dort gibt es dann ab 18 Uhr ein Programm aus Film, Performance, Konzert und Party.
Im European Roma Institute for Arts and Culture in Mitte wird um 18 Uhr die Ausstellung "Yesterday is Tomorrow" (Gestern ist morgen) eröffnet. Sie umfasst Werke verschiedener Künstler, die traditionelle Handwerkstechniken haben wieder aufleben lassen.
Berlins Senatorin für Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe (50, SPD), verwies darauf, dass Sinti und Roma auch heute diskriminiert und ausgegrenzt würden. "Das passiert auch in Berlin. Aber wir nehmen das nicht hin." Der Berliner Senat setze sich mit zahlreichen Maßnahmen und gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen für gleichberechtigte Teilhabe dieser Minderheit, gegen Antiziganismus und Rassismus ein.