Von Mia Bucher
Berlin - Viele Notwasserbrunnen in Berlin funktionieren nicht. Auf Anfrage der Grünen-Abgeordneten André Schulze (39) und Benedikt Lux (44) listet die Umweltverwaltung 1536 Brunnen auf, von denen 435 defekt sind.
Den Angaben nach gibt es in der Hauptstadt rund 2000 Brunnen, eine vollständige Liste legte die Verwaltung aber nicht vor.
Die Notbrunnen sind als Vorsorge für den Katastrophenfall gedacht. Sie werden auch Schwegelpumpen genannt und mit der Hand betrieben. Im Notfall sollen die Brunnen laut Verwaltung pro Person 15 Liter Wasser pro Tag bereitstellen.
Die meisten stehen am Straßenrand und fördern Wasser aus einer Tiefe von bis zu 40 Metern, wie die Berliner Wasserbetriebe informieren, die in der Hauptstadt zuständig sind.
Aus dem Landeshaushalt gibt es dieses Jahr kein Geld, um die Brunnen zu reparieren, dafür aber Geld vom Bund, wie die Verwaltung erklärt. Für die Instandsetzung seien dieses Jahr bislang Bundesmittel in Höhe von rund 446.494 Euro aufgewendet worden.
Potenzielle Versorgungsengpässe könnten im Fall der Fälle vor allem Menschen treffen, die in Randgebieten der Stadt wohnten, so die Umweltverwaltung.
Dort lägen die Brunnen oft weiter auseinander, einzelne Brunnen müssten ein größeres Gebiet abdecken. Bei künftigen Maßnahmen sollen diese Gebiete künftig stärker berücksichtigt werden.