Monatelange Sperrung endet: Bahnstrecke Hamburg-Berlin wieder frei
Von Lukas Karl Müller
Berlin/Hamburg - Nach rund zehneinhalb Monaten Bauarbeiten und einer Verzögerung von sechs Wochen ist die Strecke Berlin–Hamburg seit Sonntagmorgen wieder in Betrieb. Sie gilt als wichtigste Direktverbindung im deutschen Fernverkehr.
Um 5.36 Uhr startete am Hamburger Hauptbahnhof mit kleiner Verspätung der erste Fernverkehrszug in Richtung Berlin.
"Die Strecke ist wieder freigegeben, zwischen Hamburg und Berlin rollen die ersten Züge. Schon gestern Abend starteten Züge des Güterverkehrs auf der frisch sanierten Strecke", hieß es von der Deutschen Bahn.
Die DB rief Fahrgäste allerdings auf, sich vor der Reise über die genaue Abfahrtszeit zu informieren. "Bei einer Inbetriebnahme dieses Ausmaßes kann es anfänglich noch zu Anlaufschwierigkeiten kommen."
Einen ersten Abschnitt gab die Bahn schon Mitte Mai frei, seitdem fahren Züge wieder durchgehend zwischen Hamburg und Schwerin.
Die Generalsanierung begann im August 2025. Die Bahn hat unter anderem Gleise, Weichen und Signale ausgetauscht sowie 28 Bahnhöfe modernisiert.
Der Abschluss der Sanierung verzögerte sich um rund eineinhalb Monate. Die Bahn begründete die Verspätung mit Frost zu Jahresbeginn. Die Generalsanierung sollte ursprünglich 2,2 Milliarden Euro kosten.
Während der Generalsanierung mussten Fern- und Güterzüge Umwege fahren. Im Regionalverkehr verkehrten Züge auf Teilstrecken und Bahnkunden mussten Busse nutzen. Mehr als 200 Busse wurden bereitgestellt.
Titelfoto: Bodo Marks/dpa
