Glatzköpfe lassen sich in Berlin tätowieren, um Zeichen zu setzen
Berlin - In einem Berliner Tattoostudio haben sich am vergangenen Samstag rund 260 Männer mit Glatze getroffen, um ein sichtbares Zeichen gegen Vorurteile zu setzen.
Der sogenannte "BOLD INK DAY" verwandelte das Studio "Rose of No Man's Land" im Stadtteil Mitte in einen Treffpunkt für Menschen, die ihrer Glatze selbstbewusst begegnen wollen.
Insgesamt wurden an diesem Tag 40 Tattoos gestochen – ausschließlich für Teilnehmer ohne Haare. Viele Besucher reisten aus verschiedenen Regionen Deutschlands und sogar aus Österreich an, um dabei zu sein.
Hinter der Aktion steht das Berliner Start-up "Better be bold", das Pflegeprodukte für Glatzenträger entwickelt und nach eigenen Angaben auf stereotype Zuschreibungen aufmerksam machen möchte.
"Noch immer werden Männer mit Glatze oft mit rechten Gruppierungen oder aggressivem Auftreten assoziiert", sagte Gründer Dennis Baltzer (36). Mit dem Event wollte er das Gegenteil zeigen: Glatzen als Ausdruck von Stil, Stärke und Selbstvertrauen. Baltzer selbst ließ sich nicht nur tätowieren, sondern übernahm unter Anleitung auch erstmals selbst die Tätowiermaschine.
Wie emotional das Thema für manche Teilnehmer war, zeigte ein Moment, als ein Besucher aus Kassel sich spontan das Logo des Start-ups auf den Hinterkopf stechen ließ.
Titelfoto: Better be bold
