Kampf gegen Müll in Berlin: Stadt nimmt hunderttausende Euro ein
Von Torsten Holtz
Berlin - Im Kampf gegen illegalen Müll auf Straßen, Plätzen und in Parks haben die Berliner Bezirksämter im vergangenen Jahr in mehr als 1000 Fällen Buß- und Verwarngelder erhoben – und dabei mindestens 300.000 Euro von den Tätern kassiert.
Dies hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Bezirken ergeben. Demnach schicken die meisten von ihnen inzwischen "Waste-Watcher" los, um Unrat und Dreck im Kiez zu erfassen und die Täter zu ermitteln.
Laut den Antworten von zehn der zwölf Bezirke hat sich das Problem der Vermüllung stetig verschärft, beziehungsweise es bleibt konstant hoch.
Etliche Bezirke berichten, wie schwierig die Beweisführung ist. Denn idealerweise müssen Müllsünder auf frischer Tat erwischt oder etwa verräterische Adressaufkleber gefunden werden.
Anfang November wurden die Bußgelder für Müllsünder deutlich erhöht, schon das Wegwerfen einer Zigarette kann 250 Euro kosten. Das Geld bekommen die Bezirke – als einen "echten Anreiz", die Verfolgung hochzufahren, wie der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) Mitte Februar mitteilte.
Titelfoto: Jens Kalaene/dpa