Nach Stromausfall in Berlin: So ist die Lage im Südwesten der Stadt
Von Mia Bucher
Berlin - Einen Tag nach der Wiederherstellung der Stromversorgung im Berliner Südwesten verläuft die Versorgung nach Angaben von Stromnetz Berlin reibungslos.
Die Nacht sei ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte Sprecher Olaf Weidner. Überraschende Ausfälle habe es nicht gegeben. Es werde mit Hochdruck an einer zweiten Leitung gearbeitet, um ein zweites Provisorium zu schaffen.
"Gerade bei den Temperaturen könnte immer etwas passieren", sagte Weidner.
Berichte vom Mittwochabend, dass in einigen Haushalten der Strom trotz Wiederherstellung noch nicht wieder laufe, könne er nicht bestätigen.
"Aus unserer Sicht ist alles eingeschaltet, was eingeschaltet ist." Ihm sei nicht bekannt, dass einzelne Gebiete noch nicht versorgt seien. Der Sprecher nannte jedoch einen möglichen Grund für die Berichte: Ab Mittwochnachmittag seien die Notstromaggregate schrittweise abgeschaltet worden.
Dadurch könne es örtlich kurzzeitig zu Stromausfällen gekommen sein – nach seinen Angaben jedoch höchstens für eine halbe Stunde.
Längster Ausfall der Nachkriegsgeschichte
Nach dem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf waren seit Samstagmorgen anfangs 45.000 Haushalte und 2200 Betriebe ohne Strom.
Es war nach Angaben des Netzbetreibers der längste Ausfall der Nachkriegsgeschichte in der Hauptstadt.
Nach Angaben von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) waren insgesamt rund 100.000 Menschen betroffen. Seit Mittwochmittag fließt der Strom wieder flächendeckend.
Titelfoto: Soeren Stache/dpa
