Rund 12 Wochen: Beim Führerschein-Tausch ist in Berlin ein langer Atem gefragt

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Von Andreas Heimann

Berlin - Beim Umtausch von älteren Führerscheinen ist in Berlin Geduld gefragt. Derzeit beträgt die Bearbeitungszeit durchschnittlich rund zwölf Wochen nach der Antragstellung, wie die Verkehrsverwaltung auf dpa-Anfrage mitteilte.

Nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland, müssen alte Führerscheine gegen die neue EU-Version ausgetauscht werden. (Symbolfoto)
Nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland, müssen alte Führerscheine gegen die neue EU-Version ausgetauscht werden. (Symbolfoto)  © Arne Dedert/dpa

Es kann aber abhängig davon, wie viele Anträge aktuell gestellt werden, durchaus länger dauern. Angaben zur maximalen Bearbeitungszeit seien nicht möglich.

Nach der aktuellen Fahrerlaubnis-Verordnung müssen alle deutschen Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, bis Anfang 2033 in einen fälschungssicheren EU-Kartenführerschein umgetauscht werden. Der Umtausch wird schrittweise organisiert.

Anders als in den Vorjahren orientiert sich die Umtauschpflicht inzwischen nicht mehr an Geburtsjahrgängen, sondern an den Ausstellungsjahren der Führerscheine.

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Als Nächstes sind die von 2002 bis 2004 ausgestellten Dokumente dran, die bis zum 19. Januar 2027 umgestellt werden müssen. Bis zum 19. Januar im Jahr darauf sind dann die von 2005 bis 2007 ausgestellten fällig.

Der Pflichtumtausch kann in jedem Bürgeramt beantragt und der neue Führerschein dort auch abgeholt werden. Wer sich den zweiten Bürgeramtstermin sparen will, hat die Möglichkeit, sich ihn per Direktversand der Bundesdruckerei gegen 5,10 Euro per Post zuschicken zu lassen.

Antrag und Abholung sind in jedem Berliner Bürgeramt möglich

In Berlin sollte man sich rechtzeitig um einen Termin beim Bürgeramt kümmern, um den alten Führerschein umzutauschen. (Archivfoto)
In Berlin sollte man sich rechtzeitig um einen Termin beim Bürgeramt kümmern, um den alten Führerschein umzutauschen. (Archivfoto)  © Jörg Carstensen/dpa

Und lässt sich sonst noch Zeit sparen? "Der wichtigste Beitrag ist eine frühzeitige Antragstellung", so die Verkehrsverwaltung. "Wer den Antrag rechtzeitig vor dem gesetzlichen Stichtag stellt, hilft dabei, Antragsspitzen zu vermeiden und die Bearbeitung planbar zu gestalten."

Noch ein Hinweis: "Bei älteren Papierführerscheinen kann die Bearbeitung beschleunigt werden, wenn bereits bei Antragstellung eine sogenannte Karteikartenabschrift der ursprünglich ausstellenden Behörde vorgelegt wird."

Im vergangenen Jahr wurden in Berlin 72.865 ältere Kartenführerscheine umgetauscht und 19.672 Papierführerscheine umgestellt. Wie viele es in diesem Jahr werden, lässt sich der Verkehrsverwaltung zufolge nicht vorhersagen.

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Hinweise dazu, welche Anträge – abhängig vom Datum, an dem sie gestellt wurden – gerade bearbeitet werden, lassen sich auf der Website der zum Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten gehörenden Führerscheinstelle abrufen.

Anfragen sind nach Angaben der Verkehrsverwaltung außerdem über das Kontaktformular, per E-Mail an [email protected] oder über die Behördennummer 115 möglich.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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