Schlechte Berliner Luft: Dreckigste Straße Deutschlands liegt in Neukölln
Berlin - Die Zahlen sind alarmierend: Die Silbersteinstraße im Berlin-Neukölln ist die am stärksten mit Feinstaub belastete Straße Deutschlands.
Wie eine aktuelle Analyse des Unternehmens Coway Europe ergab, weist sie im laufenden Jahr bislang die meisten Überschreitungen des EU-Tagesgrenzwertes auf.
Zwischen dem 1. Januar und dem 16. März 2026 registrierte eine Messstation an der Silbersteinstraße 22 Überschreitungstage. Damit liegt der Standort bundesweit an der Spitze und übertrifft bereits nach wenigen Monaten Werte, die im Vorjahr erst im Jahresverlauf erreicht wurden.
Auch andere stark befahrene Straßen in Berlin zeigen erhöhte Belastungen. Am Mariendorfer Damm wurden bislang 18 Überschreitungen gemessen, an der Leipziger Straße 17 und an der Frankfurter Allee 16.
Mehrere Berliner Messstationen zählen damit derzeit zu den am stärksten belasteten Standorten in Deutschland.
Im Jahr 2025 hatte Berlin im bundesweiten Vergleich noch moderatere Werte aufgewiesen. Die durchschnittliche Zahl der Überschreitungstage pro Messstation lag damals bei etwas mehr als fünf Tagen. Einzelne Standorte blieben im gesamten Jahr ohne Überschreitungen.
Feinstaub gilt als ein bedeutendes umweltbedingtes Gesundheitsrisiko. Die Partikel können tief in die Atemwege eindringen und werden unter anderem mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.
Titelfoto: Christoph Soeder/dpa
