Schon wieder! Fahrrad-Aktivisten malen in Neukölln einfach neuen Radweg auf die Straße
Berlin - In Berlin-Neukölln haben Aktivisten des sogenannten "Widerstands-Kollektivs" erneut eigenständig einen Fahrradweg markiert.
Für ihre Aktion wählten die Fahrradfreunde auch dieses Mal die Bürknerstraße, wie die Gruppierung mitteilte. Die Straße ist zwar Teil des Berliner Radvorrangnetzes, ein ausgewiesener Radweg fehlt aber bisher.
Es handelt sich um den zweiten Eingriff dieser Art an derselben Stelle. Bereits im März 2025 hatten Mitglieder des "Widerstands-Kollektivs" dort eigenmächtig einen Radstreifen eingerichtet.
Dieser wurde jedoch bald darauf vom Berliner Senat entfernt. Nun sei der Fahrradweg "mit Farbe, Pinsel und Schablonen" erneut aufgebracht worden, hieß es in der Meldung.
"Jeden Tag fahren hier Menschen ohne sicheren Fahrradweg, obwohl der Platz vorhanden ist. Wir wollen nicht warten, bis der nächste schwere Unfall passiert", erklärte ein an der Protestaktion beteiligter Aktivist.
In der Pressemitteilung hieß es weiter, Radfahrer seien überdurchschnittlich häufig von schweren und tödlichen Unfällen betroffen. Hauptgefahrenquelle seien dabei Autos.
Nach Darstellung der Beteiligten wurde die Aktion vor Ort positiv aufgenommen. Sowohl Anwohner als auch vorbeifahrende Radfahrende hätten den neu markierten Streifen begrüßt.
Das "Widerstands-Kollektiv" übt Kritik an der Berliner Verkehrspolitik, etwa was den stockenden Ausbau der Fahrradinfrastruktur angeht. Hintergrund ist unter anderem ein 2023 verhängter Stopp für Radwegeprojekte.
Titelfoto: Widerstands-Kollektiv
