Weniger Zuwanderung in Berlin: Brandenburg profitiert

Von Wilhelm Pischke

Berlin - Der Zuwanderungsgewinn ist in Berlin im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Trotzdem zogen erneut mehr Menschen in die Bundeshauptstadt, als von ihr wegzogen.

Die deutsche Hauptstadt zieht aktuell weniger Menschen an als vor ein paar Jahren.  © Rabea Gruber/dpa

Doch der Netto-Zuzug belief sich lediglich auf knapp 20.000 Personen und brach damit im Vergleich zu 2024 um rund 27 Prozent ein, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. 177.000 Zuzügen standen etwa 157.000 Fortzüge gegenüber.

Insgesamt zog es rund 57.000 Deutsche und 120.000 Ausländer nach Berlin. Dagegen verließen etwa 78.000 Deutsche und 80.000 Ausländer die Stadt.

Insgesamt entspricht dies einem Wanderungsverlust bei deutschen Staatsangehörigen von über 20.000 Personen, erklärte ein Sprecher der Behörde.

Berlin Lokal Aufbauarbeiten zum CSD: Diese Straßen in Tiergarten sind gesperrt

Vor allem Berlins direkter Nachbar Brandenburg profitiert von der Zuwanderung aus der Bundeshauptstadt. Rund 31.000 Menschen zogen von Berlin nach Brandenburg, während es fast 19.000 Bürger in die entgegengesetzte Richtung zog. 

Anzeige

Auch Brandenburg verzeichnete im vergangenen Jahr in der Summe einen Wanderungszugewinn. 2025 registrierte Brandenburg circa 82.000 Zuzüge und etwa 66.000 Fortzüge, wie das Amt für Statistik mitteilte. Der Netto-Zugewinn von 16.000 Menschen fiel damit geringer aus als im Jahr 2024 mit fast 23.000 Personen. Das lag laut den Statistikern an einem Minus bei den Zuzügen, während die Zahl der Fortzüge stieg.

Mehr zum Thema Berlin Lokal: