Nach 20 Jahren: Hindu-Tempel in Neukölln wird endlich eröffnet
Von Stefan Kruse
Berlin - Großer Tag für die Hindu-Gemeinde in Berlin: Nach 20 Jahren Planungs- und Baugeschichte mit immer neuen Verzögerungen steht der Hindu-Tempel an der Hasenheide in Neukölln nun vor der Eröffnung.
Vom 3. bis 7. Juni ist dazu ein Fest mit einer Serie spiritueller Rituale geplant, wie Vilwanathan Krishnamurthy vom Trägerverein der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Höhepunkt ist die Tempelweihe am 7. Juni. Ein Priester gießt dazu mithilfe eines Krans nach altem Ritus Wasser aus dem indischen Fluss Ganges und aus Berlin über die Turmspitze des Tempels.
Dies soll laut Krishnamurthy die göttliche Kraft symbolisieren, die den Tempel und die zahlreichen Götterfiguren im Inneren von oben in Besitz nimmt. Die Figuren werden bereits am 4. Juni in den Tempel gebracht. Am 6. Juni steht er dann erstmals in voller Pracht für Besucher offen.
Der Tempel am Rande der Hasenheide in der Nähe des Hermannplatzes zählt zu den größten in Europa und ist ein echter Hingucker.
Die in Gold gehaltene Dachkonstruktion des 17 Meter hohen Turms ist ein prächtig verziertes Gesamtkunstwerk indischer Meister.
Die blaue Fassade weist Ornamente und Götterfiguren auf. Auch im Inneren ist das Gotteshaus prachtvoll gestaltet. Gewidmet ist der Sri Ganesha Hindu Tempel, so seine korrekte Bezeichnung, der hinduistischen Gottheit Ganesha, die einen Elefantenkopf hat.
Titelfoto: Malin Wunderlich/dpa
