Nach Vergewaltigungs-Vorwürfen: Dieser Neuköllner Jugendclub steht im Fokus

Berlin - Die Neuköllner Bezirksstadträtin Sarah Nagel (41, Linke) äußerte sich erstmals öffentlich zu den Vorwürfen einer Vergewaltigung im Jugendclub Wutzkyallee.

Eigentlich sollte der Jugendclub in der Wutzkyallee ein sicherer Ort für junge Menschen sein.  © Screenshot/instagram/jzwutzky

Der Fall sorgt für massive Fragen. Nach bisherigen Informationen soll eine 16-jährige Schülerin in der Einrichtung Opfer sexualisierter Gewalt geworden sein.

Brisant: Die Polizei wurde offenbar zunächst nicht informiert. Erst als sich das Mädchen später einer Präventionsbeamtin der Polizei anvertraute, kam der Fall überhaupt ans Licht.

Für zusätzliche Kritik sorgt der Umgang der Einrichtung mit dem Vorfall. Laut ersten Berichten sollen Sozialarbeiter den Fall zunächst nicht bei der Polizei gemeldet haben.

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Wurde der Fall vorsätzlich vertuscht?

Die Kritik an den Behörden und der Einrichtung wächst nach dem Vorfall.  © Screenshot/instagram/jzwutzky

Sarah Nagel weist den Vorwurf einer Vertuschung jedoch zurück. Es habe keinerlei Versuch gegeben, die Vorwürfe zu verschweigen, erklärte sie. Mitarbeitende der Einrichtung sowie das Jugendamt hätten mehrfach über die Vorfälle beraten und auch Kinderschutz- und Beratungsstellen einbezogen.

Demnach sei das Opfer mit seinem Einverständnis durch einen spezialisierten Träger der Mädchenarbeit betreut worden. Das Jugendamt habe zunächst entschieden, eine Strafanzeige nur mit Zustimmung des Opfers zu stellen - ein Vorgehen, das laut Bezirk im Kinderschutz bei Jugendlichen üblich sei, solange keine akute Gefahr bestehe.

Unklar bleibt jedoch, ob die Schutzkonzepte der Einrichtung ausreichend waren. Genau das soll nun untersucht werden. Der Jugendclub Wutzkyallee bleibt vorerst geschlossen, während Staatsanwaltschaft und Bezirk die Vorgänge weiter aufarbeiten.

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"Mein Ziel ist, dass sich alle Kinder und Jugendlichen in den Einrichtungen unseres Bezirks sicher fühlen können", erklärte Nagel.

Die Schutzkonzepte der Einrichtungen sollen nun überprüft und Mitarbeitende künftig stärker für den Umgang mit sexualisierter Gewalt sensibilisiert werden.

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