NBA-Spektakel in Berlin: Bei dieser Frage muss Wagner grinsen

Von David Langenbein, Florian Lütticke

Berlin - Drei deutsche Nationalspieler, Gänsehaut in Berlin und "MVP"-Rufe für Franz Wagner. Die Orlando Magics siegten mit ihrem NBA-Halt in Berlin mit 118:111 (58:67). Auf die Frage nach einer kleinen Feier in der Heimatstadt gab Basketball-Star Moritz Wagner (28) die professionelle Antwort - mit einem Augenzwinkern.

Moritz Wagner (28) bleibt professionell.  © Andreas Gora/dpa

"Jetzt packst du mich natürlich in eine Situation. Der Blick geht nach London natürlich. So weit ich mich erinnere. Wie soll ich die Frage jetzt sonst beantworten?", sagte der 28 Jahre alte Weltmeister mit einem breiten Grinsen. In England steht am Sonntag das nächste Spiel für das Team der Orlando Magic an.

Zuvor hatten die Magic das erste reguläre Saisonspiel der Liga in Deutschland gegen die Memphis Grizzlies gewonnen - mit drei deutschen Nationalspielern im Team - und sich eine kleine Party nach einer aufreibenden Woche durchaus verdient. Die Lokalmatadoren Moritz und Franz Wagner (24) sowie Tristan da Silva (24) sehnten sich aber auch nach etwas Abschalten.

"Die Aufmerksamkeit, die wir jetzt bekommen, ich weiß gar nicht, ob die gesund ist. Ich freue mich dann auch, wenn das jetzt ein bisschen wieder runtergeht", sagte Moritz Wagner. Trotzdem überwog die Freude über die Atmosphäre in der Heimatstadt.

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"Ich bin ja selber ein deutscher Fan. Da kriege ich Gänsehaut, wenn ich das sehe. Und danach kommt der Gedanke, dass ich Teil dessen bin. Das ist eine riesige emotionale Überforderung", sagte der 28-Jährige.

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Franz Wagner (24) kehrte nach mehr als vier Wochen Pause zurück.  © Andreas Gora/dpa

MVP-Rufe für Franz Wagner

Sein jüngerer Bruder ärgerte sich immer noch etwas über seinen schwachen Start ins Spiel, auch wenn es sein Comeback nach mehr als vier Wochen Pause war. "Ich denke, es war eher mental, diese Woche war sehr anstrengend", sagte Franz Wagner.

Am Ende sorgte der 24-Jährige dann mit wichtigen Punkten für den Magic-Sieg und bekam in der Halle, in der er für Alba Berlin einst seine ersten Schritte als Profi machte, "MVP"-Rufe von den Rängen. "Es fühlte sich wie ein echtes Heimspiel an", sagte er. "Ich denke, ich brauche ein paar Wochen, zu reflektieren."

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