Proteste gegen Iran-Regierung: Erneut demonstrieren Hunderte in Berlin
Von Andreas Heimann
Berlin - Hunderte Menschen sind am Mittwochabend durch Berlin gezogen, um ihre Solidarität mit den aktuellen Massenprotesten gegen die Regierung im Iran zu zeigen.
Die Demonstanten forderten Demokratie und ein Ende der Diktatur in dem Land, in dem es seit Wochen infolge einer schweren Wirtschaftskrise und politischer Spannungen zu landesweiten Protesten kommt.
"Demokratie für den Iran", "Nieder mit der Diktatur" und "Woman, Life, Freedom" riefen die Teilnehmer. Auch Rufe wie "Die Mullahs müssen weg" waren immer wieder zu hören. Mehrere Demonstranten berichteten, seit Tagen keinen Kontakt mehr zu Angehörigen im Iran zu haben.
Der Demonstrationszug startete am Hermannplatz in Neukölln und führte weiter in Richtung Kottbusser Tor in Kreuzberg. Die Polizei sprach von rund 900 Teilnehmenden, angemeldet war die Versammlung mit 400 Personen. Nach Angaben der Einsatzkräfte verlief die Demonstration bis zum frühen Abend friedlich.
Die Veranstalter gingen hingegen von bis zu 2000 Teilnehmern aus. Aufgerufen hatte ein Bündnis mehrerer Gruppen, darunter das Woman Life Freedom Collective.
In Berlin kam es zuletzt mehrfach zu ähnlichen Kundgebungen. Erst am Dienstag versammelten sich Unterstützer der Proteste am Brandenburger Tor, am vergangenen Samstag waren laut Polizei rund 1400 Menschen auf die Straße gegangen.
Titelfoto: Annette Riedl/dpa