Berlin - Die Voraussetzungen für eine regelmäßige Emirates-Verbindung nach Dubai sind geschaffen. Künftig soll die Fluggesellschaft täglich Langstreckenflüge zwischen Berlin und dem internationalen Drehkreuz in den Vereinigten Arabischen Emiraten anbieten können.
Möglich macht das ein neues Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Im Mittelpunkt stand das Thema auch bei einem Treffen im Berliner Roten Rathaus: Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) empfing am Donnerstag den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan (65), im Rahmen dessen Staatsbesuchs.
Nach dem Gespräch trug sich der Präsident in das Goldene Buch der Stadt ein. Neben dem Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ging es auch um das neue Abkommen, das tägliche Emirates-Langstreckenflüge am BER ermöglicht.
"Mit täglichen Emirates-Langstreckenflügen von Berlin nach Dubai rücken zwei wachsende Wirtschaftsregionen noch enger zusammen", erklärte Wegner in einer Pressemitteilung.
Die bessere internationale Anbindung sei ein "starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland".
Neue Chancen für Ostdeutschland
Brandenburgs Finanzminister Robert Crumbach (62, SPD) begrüßte die Entwicklung. Er hatte sich gemeinsam mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (64, SPD) für eine bessere internationale Anbindung des BER eingesetzt.
"Das ist ein echter Erfolg für Brandenburg und für Ostdeutschland", sagte Crumbach. Eine regelmäßige Emirates-Verbindung sei weit mehr als eine zusätzliche Flugstrecke. Sie eröffne bessere Zugänge zu internationalen Märkten und weltweiten Anschlussverbindungen.
Davon könnten nach Ansicht des Ministers Unternehmen, Wissenschaft, Tourismus und die Menschen in der Region profitieren. Eine stärkere internationale Anbindung mache den BER attraktiver und verbessere die Voraussetzungen für Investitionen, Arbeitsplätze und internationale Kooperationen.
Wegner betonte ebenfalls die wirtschaftliche Bedeutung der neuen Verbindung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse Wachstum ermöglicht werden, statt es auszubremsen. Er dankte Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und der Bundesregierung für ihren Einsatz bei den Verhandlungen.
Auch der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate hob die Bedeutung engerer Beziehungen hervor. Berlin und die Emirate verbinde bereits vieles. Künftig wolle man unter anderem die Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie, Innovation, Verkehr, Kultur und Stadtentwicklung ausbauen.
Wann genau die täglichen Emirates-Flüge starten und wie der konkrete Flugplan aussehen wird, ist noch unklar.