Neue S15 geht an den Start: Ab 15. Juni schneller zum Hauptbahnhof!

Von Andreas Heimann, Laura Voigt

Berlin - Ab Mitte Juni verkehrt die neue S15 im Zehn-Minuten-Takt zwischen Berlin-Gesundbrunnen und dem Hauptbahnhof. Von den kürzeren Fahrzeiten profitieren nicht nur Pendler.

Mit der S15 verkürzt sich die Fahrtzeit von Gesundbrunnen bis zum Hauptbahnhof um rund zehn Minuten.  © Soeren Stache/dpa

"Wir haben den Hauptbahnhof ans Nord-Süd-System der S-Bahn angeschlossen", sagte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin, Alexander Kaczmarek. 

Auf der Strecke sollen voraussichtlich täglich 40.000 Fahrgäste unterwegs sein. "Ich habe so ein bisschen die Befürchtung, das Ding wird sogar noch viel besser laufen, weil es einfach eine so gute Verbindung in Richtung Hauptbahnhof darstellt", sagte Kaczmarek. Auf der Strecke hält die S15 auch am S-Bahnhof Wedding. 

Die Fahrtzeit vom Nordring der S-Bahn am Gesundbrunnen bis zum Hauptbahnhof soll sich um rund zehn Minuten verkürzen. Die Pläne für die neue Strecke gab es schon seit Jahren, aber auch immer wieder Verzögerungen. "Es war ein Wechselbad der Gefühle", sagte Kaczmarek. Manchmal ging es zwar mit dem Bau voran, aber dann fehlten wieder die vorgeschriebenen Abnahmen. "Also es war ein kleiner Krimi." 

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Inzwischen sind alle Abnahmen und alle technischen Prüfungen durch, die S15 kann starten. Sie ist allerdings mit wenigen Streckenkilometern nur ein kleiner Baustein des großen Projekts S21. Mit der S15 wird der erste Bauabschnitt abgeschlossen.

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S21-Ausbau: Potsdamer Platz erst in den 2030er-Jahren erreichbar

Insgesamt gibt es drei Bauabschnitte beim S21-Projekt.  © Soeren Stache/dpa

"Hier geht es ja nicht nur um eine Pendel-S-Bahn-Linie zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof, sondern auch um den ersten Schritt für eine veritable, neue Stammstrecke der Berliner S-Bahn", sagte Kaczmarek. Sie soll mittelfristig die Stadt von Norden nach Süden durchqueren. 

Im zweiten und dritten Bauabschnitt soll die S21 zunächst zum Potsdamer Platz und schließlich zu einem künftigen S-Bahnhof-Gleisdreieck in Kreuzberg führen – dort mit Umsteigemöglichkeiten in die U1, U2, und U3. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. 

Für den zweiten Bauabschnitt sei im Herbst mit der Planfeststellung zu rechnen, sagte der Leiter des Projekts S21, Holger Ludewig. Mit der S21 soll es erstmals eine direkte S-Bahn-Verbindung vom Potsdamer Platz zum Hauptbahnhof geben. 

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Nach aktuellem Stand gilt bis zum Abschluss Mitte bis Ende der 2030er-Jahre für realistisch. Die Zeitschiene für den dritten Bauabschnitt inklusive eines 1,2 Kilometer langen neuen Tunnels reicht Ludewig zufolge bis Mitte der 2040er-Jahre.

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