Neues Hochhaus "The Berlinian" am Alex feiert Richtfest
Von Laura Stuth, Stefan Kruse
Berlin - Der Rohbau und das Dach sind fertig: Das Hochhausprojekt "The Berlinian" am Berliner Alexanderplatz hat Richtfest gefeiert.
In dem 146 Meter hohen Gebäude entsteht auf 100.000 Quadratmetern Platz für Büros sowie für Einzelhandel, Kultur und Gastronomie, wie der Bauherr mitteilte. Es wurde vom Architektenbüro Kleihues + Kleihues entworfen und wird direkt in das Gebäude des Kaufhauses Galeria gebaut. Im Mai 2027 soll alles fertig sein.
Am Richtfest nahm auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) teil. "Eine Metropole wie Berlin verdient es auch, dass höher gebaut wird. Wir brauchen eine echte Skyline", sagte er.
Grünen-Fraktionschef Werner Graf kritisierte das Vorhaben, weil in dem Hochhaus keine Wohnungen vorgesehen seien. "Der Büroturm am Alex ist das Symbol einer falschen Prioritätensetzung des Senats", erklärte er.
In Berlin stünden fast zwei Millionen Quadratmeter Bürofläche leer, während es an bezahlbaren Wohnungen fehle. Diesen Mangel benannte auch Wegner beim Richtfest. "Wir brauchen Investitionen in den Wohnungsbau. Wir haben viel zu wenig Wohnungen in dieser Stadt" sagte er in seiner Rede.
Am Alexanderplatz entsteht derzeit ein zweites Büro-Hochhaus
Das Projekt gehört erst seit 2023 der Commerzbank-Tochtergesellschaft Commerz Real AG. Sie hatte das Bauvorhaben damals von der insolventen Signa Holding übernommen, der ehemaligen Eigentümerin von Karstadt. Signa-Gründer René Benko sitzt in Österreich in Untersuchungshaft.
Am Alexanderplatz entsteht derzeit ein zweites Büro-Hochhaus. Am Gleisdreieckpark in Kreuzberg sind mehrere Hochhäuser geplant.
Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
