Berlin - Wo einst die Staatssicherheit die Überwachung der DDR organisierte, werden bald wieder Filme über Freiheit, Widerstand und das Leben hinter der Mauer gezeigt. Vom 3. bis 27. August verwandelt sich der Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg bereits zum siebten Mal in ein Freiluftkino.
An zwölf Abenden stehen Dokumentar- und Spielfilme auf dem Programm des Campus-Kinos, die sich mit der Geschichte der DDR und den Folgen der deutschen Teilung beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Überwachung, politische Verfolgung, Liebe, Musik und die Umbrüche nach 1989.
Zu den Höhepunkten zählt der neue Dokumentarfilm "Spione unter uns", der den früheren politischen Häftling Peter Keup (68) auf seiner Suche nach den Folgen von Verrat und Überwachung in der eigenen Familie begleitet. Im Anschluss spricht er mit dem ehemaligen Stasi-Offizier Jochen Girke (77).
Ebenfalls selten zu sehen ist "Herr Schmidt und Herr Friedrich", die Geschichte eines schwulen Ost-West-Paares, dessen Beziehung lange vor dem Mauerfall begann.
Außerdem zeigt das Festival Andreas Dresens (62) "Als wir träumten", zu dem der Regisseur erwartet wird. Am 13. August erinnert "Tunnel der Freiheit" an die spektakuläre Flucht von 29 Menschen durch den berühmten "Tunnel 29".
Neben den Leinwand-Geschichten gibt es weitere Einblicke in die DDR-Vergangenheit: mit Führungen, der Sonderausstellung "Freiheit für alle Beatfans!" und dem DEFA-Kultfilm "flüstern & schreien".
Die Filme beginnen montags, dienstags und donnerstags jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.