Neue Umfrage: Weiter Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf ums Rote Rathaus
Von Julia Kilian
Berlin - Einen Monat vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus sieht eine weitere Umfrage die Linkspartei vorne.
In einer Erhebung des Instituts Forsa für das Nachrichtenportal "t-online" kommt die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp (45) auf 22 Prozent. Auf dem zweiten Platz landen CDU und AfD mit jeweils 18 Prozent. Die Grünen liegen bei 16 Prozent, die SPD kommt auf 12 Prozent.
BSW und FDP würden es der Umfrage zufolge mit 4 und 3 Prozent nicht ins Landesparlament schaffen. Die Menschen in Berlin wählen am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus und entscheiden damit über die nächste Landesregierung. Derzeit regiert eine Koalition aus CDU und SPD.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) tritt nicht mehr an. Er war nach der Affäre um sein Krisenmanagement während des großen Stromausfalls im Januar vor einigen Wochen als Spitzenkandidat zurückgetreten. Stattdessen schickt die CDU nun Finanzsenator Stefan Evers (46) ins Rennen.
Mehrere Institute hatten zuletzt Umfragen veröffentlicht, darin wechselten sich CDU, Linke und AfD an der Spitze ab.
Koalition aus Linke, Grünen und SPD laut Umfrage beliebtestes Bündnis
Vor einer Woche etwa war eine Erhebung des Instituts Insa im Auftrag der "Bild"-Zeitung veröffentlicht worden, in der die CDU auf 20 Prozent und die Linke auf 19 Prozent kam.
Bei der Regierungsbildung würde es auch der neuen Umfrage zufolge nicht mehr für ein Zweierbündnis reichen. Denkbar wäre demnach eine Koalition aus Linke, Grünen und SPD - laut "t-online" in der Umfrage das beliebteste Bündnis - oder auch eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD.
Für die Umfrage seien 1535 Personen im Zeitraum vom 4. bis 18. August befragt worden, teilte "t-online" mit. Die Daten seien bei einer Fehlertoleranz von plus/minus drei Prozentpunkten repräsentativ.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.
Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.
Titelfoto: Michael Brandt/dpa, Jens Kalaene/dpa (Bildmontage)

