Nichts mehr zu lachen: So will Berlin gegen Hype-Droge vorgehen
Von Mia Bucher
Berlin - Das neue Lachgas-Verkaufsverbot für Jugendliche ist für Berlins Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (59, SPD)"richtig und wichtig" – gesetzliche Vorgaben allein hält sie aber für unzureichend.
"Um den Missbrauch von Lachgas durch Kinder und Jugendliche zu verhindern, braucht es zudem zielgerichtete, lebensnahe Präventionsmaßnahmen", teilte die SPD-Politikerin mit.
Weiter hieß es: "Dabei sind Schulen, Jugendzentren oder soziale Medien wichtige Kanäle, um über die Gefahren des Lachgaskonsums aufzuklären."
Junge Menschen, die bereits konsumierten, müssten einen niedrigschwelligen Zugang zu Hilfs- und Beratungsangeboten erhalten, so die Senatorin. So könnten Warnsignale frühzeitig erkannt und passgenaue Unterstützung gewährleistet werden.
Minderjährige dürfen ab dem 12. April bundesweit kein Lachgas mehr erwerben oder besitzen. Generell verboten werden der Online-Handel mit Lachgas und der Kauf an Automaten.
Als Treibmittel für Schlagsahne darf Lachgas weiterhin in Kartuschen unter acht Gramm für professionelle Anwendungen verwendet werden, wie die Gesundheitsverwaltung informiert.
Titelfoto: Annette Riedl/dpa
