Trotz heißer Sommer: In Berlin und Brandenburg sterben weniger Menschen an Hitze

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Berlin/Brandenburg - Die Sommer werden heißer, die Folgen des Klimawandels spürbarer – doch ausgerechnet bei den Hitzetoten zeigt sich in Berlin und Brandenburg ein überraschender Trend: Trotz steigender Temperaturen sind zuletzt weniger Menschen an Hitze gestorben.

In der Hauptstadtregion gab es 2025 deutlich weniger Hitzetote als im langjährigen Schnitt – obwohl das Jahr zu den wärmeren zählte. (Symbolfoto)
In der Hauptstadtregion gab es 2025 deutlich weniger Hitzetote als im langjährigen Schnitt – obwohl das Jahr zu den wärmeren zählte. (Symbolfoto)  © Jens Büttner/dpa

Über den Zeitraum von 1985 bis 2025 starben in Berlin im Schnitt 97 Menschen pro Jahr an Hitze, in Brandenburg waren es rund 60.

Einzelne Jahre stechen dabei deutlich heraus: 1994 verzeichnete Berlin mit 877 Hitzetoten den Höchstwert, Brandenburg erreichte seinen Spitzenwert 2018 mit 362 Fällen, wie aktuelle Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zeigen.

Im vergangenen Jahr 2025 fällt die Bilanz dagegen vergleichsweise niedrig aus. In Berlin wurden 26 Hitzetote registriert, in Brandenburg 21. Damit liegen beide Länder deutlich unter ihren langjährigen Durchschnittswerten.

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Auch bei den Temperaturen zeigt sich ein gemischtes Bild: 2024 war das bisher wärmste Jahr in der Region, 2025 lag leicht darunter – unter anderem wegen eines kühleren und regnerischen Juli.

Nicht jeder heiße Sommer führt automatisch zu vielen Todesfällen

Besonders mehrtägige Hitzephasen belasten den Körper stark.
Besonders mehrtägige Hitzephasen belasten den Körper stark.  © Michael Kappeler/dpa

In Berlin wurden 2025 insgesamt acht Hitzetage gezählt. In Brandenburg waren es sieben Hitzetage.

Deutlich wird aber auch ein anderer Zusammenhang: Wenn es über mehrere Tage heiß bleibt und sich die Hitze nachts kaum abkühlt, steigt die gesundheitliche Belastung stark an. Besonders ältere Menschen sind betroffen.

Neben den Sterbefällen spielen auch Krankenhausaufnahmen eine Rolle. 2024 mussten in Berlin 109 Menschen wegen Flüssigkeitsmangels stationär behandelt werden, in Brandenburg 177 – jeweils als hitzebedingte Fälle eingestuft. Das entspricht nur einem kleinen Teil aller Erkrankungen, da ambulante Behandlungen nicht erfasst werden.

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Trotz einzelner Spitzenjahre zeigt die Entwicklung insgesamt:

Hitze wirkt sich weiterhin deutlich auf die Gesundheit aus – die tatsächlichen Auswirkungen hängen aber stark von Dauer, Intensität und Verlauf der Sommer ab.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

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