Reise-Drama auf der A13: Bus kippt um, zahlreiche Schwerverletzte

Staakow - Heftiger Unfall auf der A13. Ein Reisebus ist am Freitag zwischen Staakow und Freiwalde in Brandenburg umgekippt.

Die Autobahn musste wegen des Unfalls in beide Richtungen voll gesperrt werden.
Die Autobahn musste wegen des Unfalls in beide Richtungen voll gesperrt werden.  © BLP

Wie der rbb berichtet, wollte der Bus auf einen Parkplatz einbiegen und war dabei umgekippt. Die Autobahn musste wegen des Unfalls in beide Richtungen voll gesperrt werden.

Insgesamt sind neun Menschen schwer verletzt worden. Das teilte der Sprecher der Polizeidirektion Süd, Torsten Wendt, am Freitag mit. Zur Gesamtzahl der Verletzten konnte er noch keine genauen Angaben machen.

Er sprach zunächst von zwölf Verletzten, die Feuerwehr ging von 19 aus. Mehrere Leichtverletzte würden vor Ort in Zelten ambulant betreut.

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Insgesamt hätten sich 17 Insassen und zwei Fahrer in dem Reisebus befunden, der 34 Sitzplätze habe.

Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr wurde der Unfall gegen kurz vor 10 Uhr gemeldet.

Die Feuerwehr war am Vormittag mit 6 Hubschraubern und 67 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die Autobahn wurde in beide Richtungen gesperrt.

Der Polizei zufolge war der kleinere Reisebus nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und "zur Seite gestürzt". Die Ursache des Unfalls sei noch völlig unklar.

Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten.
Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten.  © BLP

Autobahn in Richtung Dresden wieder freigegeben

Der Reisebus kam demnach in Fahrtrichtung Berlin nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte auf die Seite. Offensichtlich sei der Bus im Bereich des Parkplatzes Krausnicker Berge Ost auf eine beginnende Schutzplanke gefahren und umgestürzt. Die Feuerwehr hatte mitgeteilt, der Bus habe sich überschlagen.

Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Verkehrsunfallaufnahme wurde die Bundesautobahn 13 komplett gesperrt. Es kam zu Staus und Verkehrsbehinderungen. Gegen 12.45 Uhr konnte die Fahrbahn in Richtung Dresden wieder freigegeben werden. In Fahrtrichtung Berlin sollte es für weitere Stunden zu Behinderungen des Verkehrs kommen.

Update, 16.09 Uhr: Landrat äußert sich "tief betroffen"

Der Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), hat sich "tief betroffen" nach dem Busunglück auf der A13 geäußert. "Mögen die Insassen und Angehörigen für die nächsten Stunden und Tage die notwendige Kraft aufbringen, um das Erlebte zu begreifen", sagte er laut einer Mitteilung des Landkreises.

Die Angehörigen der Betroffenen können direkt bei der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald weitere Informationen einholen (Telefon: +49 3375 2700), hieß es. Wegen des Unfalls wurden auch die Einheiten des Katastrophenschutzes des Landkreises mit verschiedenen Einsatzgruppen sowie einem Notfallseelsorge-Team alarmiert.

Update, 15.40 Uhr: Internationale Fahrgäste unter den Verletzten

Unter den 19 Verletzten des verunglückten Reisebusses auf der A13 bei Schönwald (Dahme-Spreewald) waren Menschen unterschiedlicher Nationalität. Nach Polizeiangaben kommen sie aus Schweden, Serbien und Israel. Auch deutsch-türkische Fahrgäste waren darunter. Der Bus war demnach auf dem Weg von Belgrad über Berlin nach Stockholm.

Neun Schwerverletzte wurden laut Polizei mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht, die Leichtverletzten wurden vor Ort in Rettungszelten ambulant betreut.

Titelfoto: BLP

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